Bottendorferin folgt auf Werner Rodewald

Silke Schröder als neue Obernholzer Bürgermeisterin gewählt

Rolf Weihmann (v.l.; SPD), Ernst-Wilhelm Wolter (WGO), Sebastian Hahn (Einzelwahlvorschlag) und Jakob Reihl (WGO) wurden als ausgeschiedene Ratsleute geehrt. Es fehlte Ernst Bludau (Einzelwahlvorschlag).
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Auszeichnung bei der konstituierenden Sitzung des Obernholzer Rates: Rolf Weihmann (v.l.; SPD), Ernst-Wilhelm Wolter (WGO), Sebastian Hahn (Einzelwahlvorschlag) und Jakob Reihl (WGO) wurden als ausgeschiedene Ratsleute geehrt. Es fehlte Ernst Bludau (Einzelwahlvorschlag).
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Steimke – Ein Vierteljahrhundert lang war Werner Rodewald (WGO) der Obernholzer Bürgermeister: Knapp 30 Zuhörer erlebten am Mittwochabend, 24. November, im Steimker Schützenhaus mit, wie Silke Schröder aus Bottendorf (WGO) mit deutlicher Stimmenmehrheit zur neuen Bürgermeisterin gewählt wurde. Als ihre Stellvertreter wurden Claus Fröhlich und Ingo Lilje (beide WGO) bei zwei Enthaltungen berufen.

Schröder, die von Lilje als Kandidatin vorgeschlagen wurde, erhielt sechs Stimmen, der von Henning Bohne (WGO) vorgeschlagene Amtsinhaber Rodewald verzeichnete zwei Stimmen. Ein Ratsmitglied enthielt sich bei der Abstimmung.

Die Altersvorsitzende Inge Elvers (SPD) leitete die Sitzung. Sie bildet zusammen mit den Mitgliedern der WGO im neuen Rat eine große Gruppe. Auf einen Verwaltungsausschuss wird – wie schon in der vorherigen Ratsperiode – verzichtet. Schröder hofft auf eine offene und konstruktive Zusammenarbeit. „Die Gemeinde Obernholz soll lebenswert bleiben.“ Mit Ulrike Bührke (CDU) in der Gemeinde Dedelstorf und der gestern wiedergewählten Sprakensehler Bürgermeisterin Christiane Fromhagen (Bericht folgt) ist sie die dritte aktuelle Bürgermeisterin in der Samtgemeinde.

Silke Schröder aus Bottendorf (WGO) ist neue Obernholzer Bürgermeisterin.

Elvers dankte Rodewald, er habe viel für die Gemeinde bewirkt und gute Arbeit geleistet. Dem schloss sich Schröder an: Sie dankte ihm für die vergangenen Jahre als Bürgermeister. Rodewald, seit 1996 an der Spitze, hatte bei der Wahl mit einer engen Abstimmung, aber nicht mit einem Ergebnis in dieser Dimension gerechnet.

Die Kommune wird nun erstmal mit der bisherigen Geschäftsordnung weiterarbeiten, bis diese von der Verwaltung auf den neuesten Stand überarbeitet worden ist. Ilka Bauke ist die allgemeine Stellvertreterin der Bürgermeisterin. Einstimmig wurde auch der Verzicht auf die Bildung von Fachausschüssen beschlossen – auf diese Weise soll, analog zu den Vorjahren, niemand aus dem Ratsrund außen vor sein, wie Schröder, die neu im Gemeinderat und seit 2016 im Samtgemeinderat sitzt, erläuterte.

Zu Ortsbevollmächtigten für die Dörfer wurden für Bottendorf/Schweimke Silke Schröder, für Steimke Thomas Reihl, für Wentorf Wilhelm Pesel, für Wettendorf Henning Bohne und für Wierstorf Klaus Kolb bestimmt. Die ausgeschiedenen Ratsleute Rolf Weihmann (SPD), Ernst-Wilhelm Wolter und Jakob Reihl (beide WGO) sowie Sebastian Hahn und Ernst Bludau (beide Einzelwahlvorschläge) wurden geehrt. Weihmann und Hahn absolvierten eine Ratsperiode, Wolter zwei. Bludau und Reihl engagierten sich ganze 25 Jahre lang im Gemeinderat, letzterer mehrere Jahre auch als stellvertretender Bürgermeister. Wilhelm Pesel (15 Jahre Ratsmitgliedschaft), Ingo Lilje (20 Jahre) und Reihl (25 Jahre; alle WGO) wurden mit Ehrennadeln in Bronze, Silber beziehungsweise Gold des Niedersächsichen Städte- und Gemeindebundes ausgezeichnet. Bludau, der bei der Sitzung fehlte, bekommt seine goldene Nadel nachgereicht.

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