Hankensbütteler Verkehrsausschuss legt sich auf Prioritätenliste für barrierefreien Ausbau fest

Sieben Haltestellen in 2018

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Ein barrierefreier Einstieg in den Bus: Anforderungen an die Haltestellen sind unter anderem „Kasseler Borde“ für Niederflurbusse. Das soll auch in der Gemeinde Hankensbüttel bis zum Jahr 2022 dort gegeben sein. Nach dem Willen der Kommune aber nicht an allen Haltestellen – sondern nur da, wo es auch sinnvoll ist.

Gemeinde Hankensbüttel. Die grobe Richtung des Fahr-planes steht schon mal: Der Hankensbütteler Verkehrsausschuss hat sich jetzt auf eine Prioritätenliste festgelegt. Hintergrund ist der geplante Umbau der Haltestellen.

Denn der Öffentliche Personennahverkehr möchte bis zum Jahr 2022 eine vollständige Barrierefreiheit hergestellt haben. Die Gemeinde Hankensbüttel möchte aber nicht alle Haltestellen umbauen, sondern gezielt da, wo es sinnvoll ist.

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Dies sind die sieben ausgewählten Haltestellen, die als erstes Paket geschnürt werden sollen (2019 und 2020 sollen dann zwei weitere Haltestellen-Pakete folgen):

• Hankensbüttel, Oerreler Straße Richtung Ort

• Hankensbüttel, Oerreler Straße Richtung Oerrel

• Hankensbüttel, Celler Straße Richtung Celle

• Hankensbüttel, Celler Straße Richtung Ort

• Hankensbüttel, Schulstraße (Karl-Söhle-Schule)

• Emmen, Emmer Dorfstraße Richtung Wunderbüttel

• Emmen, Emmer Dorfstraße Richtung Hankensbüttel.

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Das Votum fiel einstimmig, der Rat muss nun darüber entscheiden. Die Liste wird dann der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen vorgelegt. Die Anträge werden für ein vereinfachtes Verfahren für Haltestellen gestellt. Mit der Umsetzung wird ein Planungsbüro beauftragt.

Ein Antrag für 2019 ist bis zum 31. Mai 2018 zu stellen. Laut des Ausschussvorsitzenden Hinrich Schulze (CDU) könnte es mit der Umsetzung für die Gemeinde aber auch schon vorzeitig am Ende dieses Jahres losgehen. Die Förderhöhe beträgt 87,5 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Ein Zwang zur Umsetzung der Barrierefreiheit besteht laut des Regionalverbandes Großraum Braunschweig nicht, es seien auch keine Sanktionen zu befürchten. Trotzdem seien die Haltestellen nach den Vorgaben grundsätzlich auszubauen.

Hankensbüttel habe als Kernort beim Ausbau Priorität, sagte Bürgermeister Dirk Köllner im Ausschuss. Dieter Krzykowski von der Verwaltung betonte, dass eine Förderung über 2022 hinaus fraglich sei: „Wo wir ausbauen wollen, sollten wir etwas machen.“ Christian Speitling (CDU) sprach sich daher dafür aus, die Haltestellen an Versorgungsstandorten auszubauen, in deren Nähe etwa Arztpraxen und Supermärkte liegen. Auch Monika Geertsema (SPD) möchte den Fokus auf Haltestellen an Geschäften legen.

„Wir sollten alle Haltestellen angehen, die Bevölkerung wird immer älter“, fand Claudia Schulze (CDU). Wenn beantragte Haltestellen genehmigt werden und man mit der Umsetzung beginne, müsse man sie auch fertigstellen – sonst fallen die Fördermittel weg, unterstrich Krzykowski. Auch deswegen wurden nun im ersten Schritt erstmal sieben Haltestellen ausgewählt.

Die Haltestellen in Alt-Isenhagen, Isenhagen und in Hankensbüttel an der Hindenburgstraße wurden bei der Sitzung herausgenommen. Bei letzterer scheint eine Verlegung direkt vor die Volksbank nur schwer möglich zu sein. Laut Krzykowski gehören die Parkplätze vor der Volksbank dem Institut: „Da kommen wir kaum ran.“

Eine Extra-Maßnahme beim Ausbau wird laut Hinrich Schulze auf jeden Fall der Busbahnhof in Hankensbüttel werden.

Von Paul Gerlach

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