Steinhorst: Dieter Bieber macht sich für einen Schutzstreifen für Radfahrer an der Marktstraße stark

Sicherheit statt Angstgefühl

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Die Enge auf der stark befahrenen Steinhorster Marktstraße (L 282) ist hinlänglich bekannt. Ratsherr Dieter Bieber kann sich daher gut einen Schutzstreifen für Radfahrer an der nördlichen Seite der Straße vorstellen – aber nur in Verbindung mit Fördergeldern.

Steinhorst. Die nackten Zahlen unterfüttern die gefühlte Situation an der Steinhorster Marktstraße: Im September 2017 wurden durch den Landkreis Gifhorn dort in einer Woche 16 477 Pkw, 5710 Lkw/Transporter und 1229 Zweiräder gezählt.

CDU-Ratsherr Dieter Bieber möchte daher an der nördlichen Seite der L 282 – zwischen der Einmündung Räderloher Straße und der Einmündung Celler Straße – einen Schutzstreifen für Radfahrer schaffen.

Die Strecke mit dem Fahrrad entlang zu fahren, erzeugt bei Bieber ein Angstgefühl, sagte er gestern im IK-Gespräch. Er hat deswegen einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Samtgemeinde Hankensbüttel solle Möglichkeiten für einen Schutzstreifen aufzeigen.

„Ich bin viel mit dem Rad unterwegs“, sagt Bieber. Die Situation auf der Marktstraße sei ihm dabei ein Dorn im Auge, besonders wenn ihm die Lkw entgegenkommen oder von hinten angerollt kommen. Bieber kann sich vorstellen, dass man über die Dorfentwicklung etwas auf die Beine gestellt bekommt. Ein Seitenstreifen sei ja vorhanden, dementsprechend könne man pflastern und befestigen. Bieber stellt aber auch klar, dass man das Ganze nur anfassen sollte, wenn Fördermittel zugesagt werden.

Seine Fraktion kann sich ein solches Vorhaben grundsätzlich vorstellen, sagt Bieber. Er hofft auch auf eine generelle Unterstützung durch den Gemeinderat. „Ich kann das nur befürworten. Die Situation ist gefährlich“, sagt Jutta Rißmann (SPD).

Natürlich müssen aber erstmal die Kosten ermittelt werden, betont Bieber. Schließlich würde die Gemeinde im Falle einer Förderung 47 Prozent der Kosten tragen müssen. Auch ein Planungsbüro müsse wohl eingebunden werden.

Von seinen Mitbürgern hat Bieber positives Feedback für seine Idee erhalten – gerade angesichts der Enge und der vielen Lkw in der Marktstraße. Oft genug habe man schon dort gestanden, so Bieber, und nach Lösungen gesucht – etwa eine Querungshilfe am Schulmuseum (das IK berichtete). „Viele Radfahrer fahren hier entlang.“

Dass ein möglicher Schutzstreifen nach der Einmündung Räderloher Straße enden müsste, liegt laut Bieber daran, dass dieser im Kurvenbereich nicht möglich sei und daran, dass dort auch kein Seitenstreifen vorhanden ist.

Falls ein Schutzstreifen in Betracht gezogen wird, wäre ein Förderantrag für die Dorfentwicklung zum Stichtag 15. September 2019 möglich. Gebaut würde somit frühestens 2020.

Von Paul Gerlach

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