Steinhorster Rat gibt grünes Licht für barrierefreien Ausbau

Sechs Haltestellen in 2018

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An der Steinhorster Bahnhofstraße sollen die Bushaltestellen auf der Ost- und Westseite erst im Jahr 2021 angegangen werden.

Steinhorst. Den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen (das IK berichtete) geht die Gemeinde Steinhorst abschnittsweise über die nächsten Jahre verteilt an.

Dabei ist jeweils eine Menge zu tun, wie Matthias Köslin (CDU) jetzt im Steinhorster Rat erläuterte: Die so genannten „Kasseler Borde“ müssen hergestellt werden. Sie machen es möglich, fast stufenlos in einen Niederflurbus ein- und auszusteigen. Bodenindikatoren markieren den Einstieg in die erste Tür eines Busses. Das Pflaster im Fußwegbereich muss erneuert werden. Außerdem müssen 0,5 Meter des Straßenbelages vor den „Kasseler Borden“ weggenommen werden.

Es stehen drei Wartehallenvarianten zur Auswahl: zweimal aus Glas (schmal/breit) und einmal aus Fachwerk. Sie müssen jeweils eine Sitzgelegenheit, einen Abfallbehälter und Beleuchtung bieten.

Jutta Rißmann (SPD) fragte nach, ob auch Anlehnbügel für Fahrräder geplant seien. Das sei aber aus Platzgründen bei den Haltestellen im Gemeindegebiet nicht vorgesehen, war zu hören.

2018 sind sechs Haltestellen an der Reihe. Dazu gehört jene in der Steinhorster Ortsmitte an der Marktstraße (Südseite): Dort soll ein neuer Unterstand aus Glas her. Die Beleuchtung ist über die vorhandene Straßenlaterne vorgehen. Das Naturpflaster muss wegen der Bodenindikatoren herausgenommen werden. Außerdem wird ein neuer Abfallbehälter nötig. Auf der Nordseite bleibt die jetztige Bucht für Busse erhalten. „Die Busse warten dort, zwei Linien kommen an der Haltestelle an. Zudem handelt es sich um eine Kurvensituation“, erläuterte Bürgermeister Klaus-Hinrich Singer, wieso die Bucht dort bleiben kann. Ein neuer Unterstand aus Glas wird an einem neuen Standort neben der Fußgängerampel errichtet. Es ist eine neue Straßenlaterne und ein neuer Abfallbehälter notwendig.

Im Steinhorster Norden an der Räderloher Straße (Westseite) bleibt der Unterstand ebenfalls erhalten, der Rest muss neu geschaffen werden. Auf der Ostseite ist kein Unterstand nötig, da dort nur der Ausstieg erfolgt. Es ist auch keine separate Beleuchtung vorgesehen.

In Räderloh soll an der Lindenstraße (Nordseite) ein neuer Unterstand aus Fachwerk her – ebenso eine neue Beleuchtung und ein neuer Abfallbehälter. An der Südseite ist kein Unterstand geplant und ebenso wenig eine separate Beleuchtung. Der Straßengraben wird verrohrt. Diese Arbeiten in Räderloh sollen mit der geplanten Sanierung der Ortsdurchfahrt (das IK berichtete) zusammen erledigt werden.

Erst für das Jahr 2019 stehen die zwei Haltestellen an der Lüscher Hauptstraße (Nord- und Südseite) auf der Agenda. Ein Jahr später sollen die zwei Haltestellen an der Metzinger Straße in Steinhorst (Nord- und Südseite) folgen. Die zwei Haltestellen an der Steinhorster Bahnhofstraße (Ost- und Westseite) sind in 2021 an der Reihe. Die zwei Haltestellen in Auermühle sowie bei Räderloh jeweils zwei in Höhe der Grundstücke Räderloher Straße 81 bzw. 117 liegen außerorts und fallen somit in die Zuständigkeit des Landkreises.

Diese Vorgehensweise bei den Haltestellen beschloss der Steinhorster Rat jetzt einstimmig. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt knapp 28 000 Euro (12,5 Prozent der Gesamtkosten).

Von Paul Gerlach

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