Sprakensehl: Unfall-Vogel lebt jetzt im Viehmoor

Schwan wieder in Freiheit

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Der „festgenommene“ Schwan ist wieder auf freiem Fuß: Nun lebt er im Viehmoor.

acb Sprakensehl/Leiferde. Der „festgenommene“ Schwan ist wieder auf freiem Fuß: Das Tier war nach dem Autounfall mit einem Artgenossen auf der B 4 bei Sprakensehl auf der Straße geblieben und konnte von der Polizei nicht zum Weiterfliegen animiert werden.

Deswegen wurde der Vogel in das Nabu-Artenschutzzentrum nach Leiferde gebracht.

Wie Joachim Neumann vom Nabu nun berichtet, ist der Vogel am nächsten Tag gleich wieder ausgesetzt worden: „Der Schwan war kerngesund und ein kräftiges Tier“, teilt er mit. „Wir haben ihn ins Viehmoor gebracht, da hat er sich auch gleich mit zwei anderen Schwänen angelegt.“ Das Naturschutzgebiet bei Leiferde biete mit seinen sieben Teichen einen geeigneten Lebensraum für Wasservögel.

Dass die beiden Schwäne an die Straße geraten waren, sei der Dunkelheit geschuldet, wie Neumann erklärt. „Schwäne könnten in der Nacht schlecht sehen. Sie waren wahrscheinlich in der Nähe auf einem Acker auf Nahrungssuche und sind dann zu dicht auf die Straße geraten.“

Aufgrund der schlechten Augen sei der Schwan auch an der Unfallstelle geblieben. Eine Abhängigkeitsbeziehung zwischen den beiden Schwänen sei aber nicht möglich, da der Schwan ein Jungtier aus dem Vorjahr sei.

Trotz des Vorfalls seien Unfälle mit Schwänen nur selten. Meist könnten die Autofahrer rechtzeitig ausweichen, so Neumann.

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