Bauernende in Hankensbüttel und historische Straße in Alt-Isenhagen werden für Lkw gesperrt

Schutz vor dem Schwerlastverkehr

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Das gilt auch fürs Bauernende in Hankensbüttel.

Hankensbüttel/Alt-Isenhagen. Die Gemeinde Hankensbüttel hat die Belastungen der historischen Straßen durch den Schwerlastverkehr im Fokus.

Der Rat beschloss auf der jüngsten Sitzung bei acht Ja- und sechs Nein-Stimmen, dass die historische Straße in Alt-Isenhagen für den Schwerlastverkehr (Lkw) zu sperren ist. Ein Zusatzschild „Landwirtschaftlicher Verkehr frei“ soll angebracht werden. Die Müllfahrzeuge kommen laut Bürgermeister Martin Rausch auf Nachfrage von Dr. Meinhard Gehse (FDP) weiter durch die Straße durch.

Über die historische Straße in Alt-Isenhagen dürfen keine Lkw mehr rollen.

Auch die historische Straße Bauernende in Hankensbüttel ist nach dem Ratsbeschluss, der ebenfalls mit acht Ja- und sechs Nein-Stimmen getroffen wurde, für den Schwerlastverkehr (Lkw) zu sperren. Auch hier ist ein Zusatzschild „Landwirtschaftlicher Verkehr frei“ anzubringen. Von der Verwaltung ist zu klären, ob ein Zusatzzeichen als Alternative „Für Lkw verboten“ aufgestellt werden kann, landwirtschaftlich zugelassene Sattelzüge dann allerdings die Fahrbahn nutzen dürfen. Nach Auskunft des Landkreises und der Polizei dürfen nach Angaben der Verwaltung Lkw mit grünem Kennzeichen, die landwirtschaftliche Produkte transportieren, die Straße nutzen. Lkw mit schwarzen Kennzeichen dürfen diese Straße nicht befahren.

Die historischen Straßen Mittelstraße, Kurze Straße und Am Hagen sind für den Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen nicht zu sperren, lautet der einstimmige Ratsbeschluss. „Es werden wahllos zwei Straßen herausgepickt“, sagte Dirk Niebuhr (CDU) in der Sitzung. „Mir fehlt das Konzept. Ich kann mich damit nicht anfreunden.“

Herbert Buhr (CDU) hatte zuvor in der Diskussion gesagt: „Jetzt geht es auf einmal um alle historischen Straßen. Wir sollten alle Straßen gleich behandeln.“ Bei der Ortsbesichtigung seien jedoch keine Schäden erkennbar gewesen. Die Straßen würden aus seiner Sicht den Schwerlastverkehr aushalten. „Ich werde das ablehnen. Das macht keinen Sinn“, sagte Buhr.

Ingrid Wrede (FDP) schlug vor, die Beschlussempfehlung aus dem Verwaltungsausschuss zu übernehmen, worüber der Rat dann auch entschied.

Von Paul Gerlach

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