Samtgemeinde investiert überall / Weiter Raumnot in Wiethornschule

Schulen in der SG Hankensbüttel: So sehen Pläne für 2020 aus

Auch die von Raumnot geplagte Hankensbütteler Wiethornschule profitiert von einigen Investitionen.
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Auch die von Raumnot geplagte Hankensbütteler Wiethornschule profitiert von einigen Investitionen.
  • Paul Gerlach
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Hankensbüttel – Für 2020 ist an den Schulen durch die Samtgemeinde Hankensbüttel einiges an Investitionen geplant. Das IK fasst die größten Posten zusammen.

• Grundschulen: Nach der Empfehlung des Finanzausschusses soll der allgemeine Haushaltsposten für die Grundschulen um 8000 auf 90 000 Euro erhöht werden. Hintergrund sind gestiegene Zuschüsse an Kooperationspartner in Sachen Ganztag in Sprakensehl und Steinhorst. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen, auch die Karl-Söhle-Schule soll bekanntlich noch Ganztagsschule werden: Zukünftig wird sich im Grundschulbereich das Jahresergebnis wohl bei minus 400 000 Euro einpendeln.

Bei der Karl-Söhle-Schule sind 48 600 Euro vorgesehen – für Außenjalousien beim C-Gebäude, Schallschutz, Dachentwässerung, Hausmeisterraum, allgemeine Renovierungen, die Installation eines Brennofens und die LED-Umrüstung. Die Mängelbeseitigung (Erstellung des Brandschutzkonzeptes, Außentreppen, Brandschutztüren und Erneuerung der Elektrotrechnik) wird über das KIP-II-Programm mit 98 000 Euro gefördert.

Die Steinhorster Schulleiterin Claudia Südekum betonte im Schulausschuss: „Es ist schön, dass der Austausch des Schwingbodens in unserer Turnhalle im Haushalt steht.“ Das 60 000-Euro-Projekt in 2020 wird über das KIP-II-Programm mit 20 900 Euro gefördert. Sie macht sich dafür stark, dass in diesem Zug der noch fehlende Prallschutz in der Halle installiert wird. Am meisten liegt Südekum am Herzen, dass für ein behindertes Kind in der Primar Sek. B-Klasse eine Lösung geschaffen wird: Der Schüler kommt mit seinem Rollstuhl gerade noch so in die Toilette, aber nicht mehr in die Kabine, er muss herausgehoben werden. „Das ist ein echtes Problem.“ In ein paar Monaten ist ein größerer Rollstuhl nötig. „Er kommt auch nicht ans Waschbecken heran.“

Generell ist laut Südekum eine Tafelbeleuchtung in den dunklen Räumen nötig. Das Treppengeländer in der Schule ende momentan mittendrin, in der Bücherei sei in Sachen Fluchtweg noch nichts geschehen.

• Hauptschule: 122 100 Euro sollen für die Wiethornschule in Sachen Unterhaltung ausgegeben werden (Teppichboden, Außenjalousien zur Verschattung, Rauchabzug, Fluchtwegpläne und die Erneuerung des Brandschutzkonzeptes). Bei den Investitionen wurde der Ansatz von 70 000 auf 50 000 Euro reduziert: Die Ausstattung mit Akustikdecken wird geschoben, stattdessen bleiben 50 000 Euro für die Erneuerung der Hauptverteilung (Elektrik) im Etat. Zudem gibt es dabei noch eine Förderung durch das KIP-II-Programm.

Schulleiterin Cornelia Betzinger merkte im Ausschuss an: „Es gibt bei uns an der Schule noch mehrere Sicherheitsmängel, die über die Mängelliste abgearbeitet werden müssen.“ Grundsätzlich herrsche weiterhin Raumnot. „Es gibt eine kurzfristige Lösung in der Schule mit kleineren Maßnahmen. Zwei bis vier Räume müssen umgenutzt werden“, sagte Patrick Dammann von der Verwaltung. Für eine langfristige Lösung würden derzeit Gespräche laufen, mehrere Vorschläge, die im Raum stehen, sollen dem Schulausschuss im Frühjahr vorgestellt werden. Vor dieser Sitzung sollen noch Beratungen zum Thema in den Fraktionen stattfinden, lautete die einstimmige Empfehlung des Ausschusses nach einem Antrag von Denise Dehning (CDU).

Für die auslaufende Berufseinstiegsberatung sucht die Schule noch Nachfolgeprojekte. Mindestens ein pädagogischer Mitarbeiter wird außerdem gebraucht: Seit anderthalb Jahren wird gesucht.

VON PAUL GERLACH

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