Hochland-Ambiente in Hankensbüttel: Galloway-Weidefest lockt Ende September mit „Scottish Games“

Schotten erobern den Luftkurort

Landwirt Diethelm Lilje (2. von rechts) wird beim Weidefest und den „Scottish Games“ am 30. September in Hankensbüttel einen Teil seiner Galloway-Herde präsentieren. Mit ihm freut sich Organisator Heinrich Bühring auf die kultige Veranstaltung. Foto: Schossadowski

Hankensbüttel. Dudelsackmusik, Galloway-Rinder, fliegende Baumstämme und dazu Kilts, wohin das Auge reicht: Wer sich jetzt bei den „Highland Games“ in Schottland wähnt, hat weit gefehlt. Denn am Sonntag, 30. September, herrscht Hochland-Atmosphäre in Hankensbüttel.

Auf dem Grillplatz am Otter-Zentrum lockt von 11 bis 18 Uhr das zweite Galloway-Weidefest, das erstmals mit „Scottish Games“ ausgetragen wird. Freunde urwüchsiger Sportarten wie Baumstammwerfen, Felsenschleppen, Holzbockziehen und Findlingwerfen kommen bei dem Wettstreit auf der Sportanlage direkt neben dem Grillplatz auf ihre Kosten. Der Eintritt ist frei.

Organisator und Ideengeber der Veranstaltung ist Heinrich Bühring aus Pollhöfen. Ihm steht Diethelm Lilje, Landwirt vom Galloway-Hof Darrigsdorf, zur Seite. Beide möchten in Hankensbüttel für ähnliche Begeisterung sorgen wie der Gewerbeverein Hermannsburg bei der Premiere der internationalen „Hei(de)land Games“, die vom 29. Juni bis 1. Juli im Nachbarkreis stattgefunden haben.

„Wir wollen diese Veranstaltung fest bei unserer Bevölkerung verankern“, freut sich Bühring schon auf die „Scottish Games“. Bis zum 25. September können sich Teams, die aus jeweils fünf Aktiven und zwei Ersatzleuten bestehen, unter 01 78-3 03 41 89 bei ihm anmelden. Alle Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein und sollten nach Möglichkeit in Kilts erscheinen. Gestartet wird entweder in reinen Männer- oder Frauenteams – gemischte Gruppen sind nicht zugelassen. „Das können Mannschaften aus Feuerwehren, Sportvereinen, Betrieben oder der Landjugend sein“, zählt der Pollhöfener auf.

Auf die Teilnehmer warten zehn Disziplinen, die es auch bei den echten „Highland Games“ gibt. Zum Beispiel der Heuballen-Hochwurf über eine Schnur, zudem Tauziehen, das Werfen eines 4,50 Meter langen Baumstammes und das Schleppen von bis zu 75 Kilogramm schweren Findlingen. „Das ist urig und macht großen Spaß“, fiebert Bühring dem Event entgegen. Fünf Mannschaften aus Hermannsburg haben sich dafür bereits angesagt. „Die kommen alle im Kilt“, sagt Bühring, der sich ebenso wie Lilje jetzt einen Schottenrock zulegen will.

Neben dem sportlichen Wettstreit warten schottische Starkbiere vom Fass, viele leckere Whiskysorten und Musik einer Dudelsack-Kapelle aus Königslutter auf die Besucher. Hinzu kommen zahlreiche Angebote im Rahmen des Galloway-Weidefests. So gibt es Bratwurst, Hamburger, Spießbraten und Gulasch – alles vom Galloway-Rind. Treckerrundfahrten, eine Feldschmiede, Ponyreiten, eine Torschussanlage, eine Hüpfburg für Kinder, Kaffee und Kuchen sowie Verkaufsstände mit regionalen Produkten wie Wurst, Honig und Kartoffeln runden das Programm ab.

Und dann wird Landwirt Lilje noch seinen ganzen Stolz vorführen: einen Teil seiner 60-köpfigen Galloway-Herde. Dabei sein wird auch seine zahme Kuh, die beim Weidefest 2011 im Rahmen eines Wettbewerbs auf den Namen Lea Allegra getauft wurde.

Von Bernd Schossadowski

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