Schauen, staunen, schrauben

Ganz viel alte Technik beim Oldtimer-Treffen in Steinhorst

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Ein Oldie der Privatbrauerei auf der Straße, weibliche Oldtimer-Fans beim Blick unter die Motorhaube, edle Cabrios neben rüstigen Treckern, ein mobiles Sägewerk in Aktion – das und mehr ist das Steinhorster Oldtimer-Treffen.

Steinhorst – Der dritte Samstag im September ist in Steinhorst ein fester Termin für Oldtimer-Freunde und alle, die sich für altes Blech und alte Technik interessieren.

Denn da knattert und rattert es auf der Wiese am Reinhorn, wo die Oldtimer-Freunde stets zu ihrem Treffen einladen. „Die ersten Gäste sind schon am Donnerstag hier gewesen“, meinte Kassenwart Thorsten Swit.

Ein Oldie der Wittinger Privatbrauerei biegt um die Ecke.

Und die letzten fahren erst am Montag nach dem Frühstück. „Das ist zum Beispiel für die Freunde aus Immensen schon Tradition“, sagte Swit. Ebenso Tradition ist die gemeinsame Ausfahrt am Samstagnachmittag. Etliche Gäste fuhren nicht selber, sondern hatten es sich dabei auf dem Oldie der Privatbrauerei oder einem Treckeranhänger gemütlich gemacht und bei schönem Sommerwetter den Landkreis von erhöhter Stelle aus betrachtet.

„Säge-Semmler“ am mobilen Sägewerk in Aktion.

Besucher sammelten sich, wenn immer das Gerät in Aktion war, am mobilen Sägewerk von „Säge-Semmler“, wie Swit ihn nannte. Der zeigte, wie ein Holzstamm maschinell schnell und präzise in Bretter zerlegt wird, egal, an welchem Standort.

Dazu gab es die üblichen Benzingespräche, man fachsimpelte, erzählte von eigenen Oldtimern und den Geschichten, die man drumherum erlebt hatte. Geadelt durch das hohe Alter, stieß mancher Lanz Bulldog seine zurzeit in der Klimadiskussion als nonkonform geltende Rußwolke aus dem Auspuff.

Weibliche Oldtimer-Fans beim Blick unter die Motorhaube.

Und es waren nicht nur ältere Herren, die sich als Fans von schönen Oldtimern zeigten, sondern auch junge Leute und auch etliche Frauen, die auch Hand anlegten und herumschraubten, wenn es nötig war. Denn ein alter Volvo aus den 70er Jahren brauchte Starthilfe. Und die gab es vom danebenstehenden MG aus dem Jahre 1936. „Das ist noch ordentliches und dickes Blech. Da kann man auch schon mal draufklopfen“, meinte die Besitzerin kulant.

Schon seit mehr als zehn Jahren und auch an diesem Wochenende dabei war Günter Grubert aus Gerndorf bei Oebisfelde. „So viel Erfahrung wie hier, was alte Autos und Technik angeht, findet man sonst nirgends“, wusste er das geballte Wissen der Oldtimer-Anhänger zu schätzen. Und auch Kassenwart Swit war begeistert, obwohl auch er schon etliche Treffen mitgemacht hat. „Inzwischen ist es sogar so, dass die langjährigen Gäste ihre Kinder mitbringen und das in die nächste Generation tragen.“

VON BURKHARD OHSE

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