Rat Steinhorst vergibt Auftrag für das Ende der seit Jahren leerstehende Kneipe „Weißes Ross“

Schandfleck wird abgerissen

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Das „Weiße Ross“ an der Celler Straße in Steinhorst wird abgerissen und soll einem Parkplatz oder einer umgestalteten Kreuzung zur Metzinger Straße weichen.

Steinhorst. Das Ende für das „Weiße Ross“ in Steinhorst ist beschlossen: Bei einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderates wurde der Auftrag für den Abriss des seit Jahren unbewohnten und einsturzgefährdeten Gebäudes in der Celler Straße vergeben.

Damit endet eine jahrelange Diskussion um den schon lange in Erwägung gezogenen Abriss des ehemaligen Restaurants, welches durch seinen schlechten Zustand dem Ortsbild sichtbar schadet und durch seine unmittelbare Nähe zur Hauptverkehrsstraße im Ort sogar eine Verkehrsgefährdung darstellt. Für rund 59 000 Euro wird nun ein Entsorgungsbetrieb aus Celle „den Schandfleck aus dem Ort entfernen“, machte Bürgermeister Wilhelm Hasselmann deutlich.

Zuvor hatte die Gemeinde das Haus und das Grundstück gekauft. Die Einspruchsfrist des vorherigen Besitzers läuft in den nächsten Tagen ab. Und auch wenn dieser zum wiederholten Male ein Vorgehen gegen die Pläne des Gemeinderats angekündigt habe, werde das Haus „so oder so abgerissen“, stellte Hasselmann klar.

Der Gemeinderat stellt bereits Planungen an, was man mit dem freiwerdenden Grundstück machen könnte. Als mögliche Maßnahmen nannte man während der Sitzung im „Haus der Gemeinde“ den Bau eines kleinen Parkplatzes oder eine Umgestaltung der momentan sehr unübersichtlichen Eckkreuzung der Celler Straße zur Metzinger Straße.

Doch wurde nicht nur über Abrisse, sondern auch über neue Bauvorhaben gesprochen. Für etwa 33 000 Euro soll im Ortsteil Räderloh ein 1300 Meter langer Weg zur befestigten Straße ausgebaut werden. Außerdem denkt der Gemeinderat über die Errichtung mehrerer Holzbänke entlang der Wanderwege der Gemeinde nach.

Ein weiteres Thema war die Änderung des regionalen Raumordnungsprogramms, welche vor allem die Windkraft-Potenzialflächen zwischen Steinhorst und Groß Oesingen betrifft. Hasselmann und der Gemeinderat stellten klar, dass sie hinter den Plänen des Zweckverbands Großraum Braunschweig stünden, die die Errichtung eines Windparks in einem etwa 180 Hektar großen Gebiet zwischen den beiden Gemeinden betreffen würden.

Von Kai Schimpf

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