Herausforderung für Landwirte im Kreis Gifhorn

Schädlinge als Problem: Fadenwürmer befallen Kartoffeln

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Fadenwürmer als Herausforderung: Die Weißen Nematoden können Landwirten Einbußen von über 50 Prozent bescheren.

Hankensbüttel/Landkreis Gifhorn. Nach einer durchschnittlichen Kartoffelernte im Kreis Gifhorn – aufgrund der Wetterkapriolen in 2016 – sind auf den Feldern noch besonders kleine Kartoffeln oder Erdäpfel, die von den Rodern nicht erfasst wurden, liegengeblieben.

Der Hankensbütteler IKEGO-Geschäftsführer Gerhard Müller sagt: „Die Kartoffelbauern wünschen sich jetzt zehn Tage Dauerfrost, damit diese kaputt frieren und nicht wieder keimen. “.

Denn ansonsten droht Ungemach in Gestalt eines Fruchtfolgeschädlings: des Weißen Nematoden. Das Auftreten des Fadenwurms, der sich von Kartoffeln ernährt, wird von milden Wintern begünstigt: Mehrere hundert Eier des Schädlings können in einer Zyste jahrelang überleben. Wenn die ungewollt liegengebliebenen Kartoffeln dann in der Folgefrucht, etwa Sommergerste, wachsen, schlüpfen auch die Larven des Schädlings. „Durch Nematoden kann der Ertrag um über 50 Prozent einbrechen und die Knollen bleiben zu klein“, sagt Müller.

Klaus-Dieter Böse, Geschäftsführer des Landvolks Gifhorn-Wolfsburg, unterstreicht auf IK-Anfrage, dass die Probleme mit den Fadenwürmern nicht nur die Industriekartoffeln, sondern auch die Speisekartoffeln betreffen. „Das Thema gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung“, sagt der Geschäftsführer. Bei den Kartoffeln würden enge Fruchtfolgen gefahren. Im Optimalfall sollten Kartoffeln aber nur alle vier Jahre angebaut werden.

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