Hankensbütteler Verkehrsausschuss ist dafür / Kreis redet bei Schildern mit

Ja zu Schackenteich als Spielstraße

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Die Straße Zum Schackenteich im Hankensbütteler Neubaugebiet „Lehmkuhlenweg II“: Hier soll nach dem Willen des Verkehrsausschusses eine Spielstraße geschaffen werden.

Hankensbüttel – Statt eines Spielplatzes soll im Hankensbütteler Neubaugebiet „Lehmkuhlenweg II“ nun eine Spielstraße her: Bei einer Nein-Stimme hat der Hankensbütteler Verkehrsausschuss am Dienstag an den Gemeinderat empfohlen, dass die Straße Zum Schackenteich als Spielstraße ausgewiesen werden soll.

Die WIH hatte bekanntlich kürzlich einen Antrag auf Verkehrsberuhigung durch eine Spielstraße gestellt. Da es sich bei der Straße um eine reine Wohnstraße handelt, bestehen laut Verwaltung gegen deren Ausweisung als Spielstraße keine Bedenken. An Kosten würden lediglich einmalig rund 200 Euro für das Aufstellen der entsprechenden Schilder am Anfang und Ende der Spielstraße anfallen – wobei der Landkreis beim Aufstellen mitspielen muss, wie Bürgermeister Dirk Köllner (CDU) betonte.

Generell klang im Ausschuss deutlich eine positive Grundhaltung zum Antrag heraus. „Eine Spielstraße ist sehr angenehm. Ich bin grundsätzlich dafür. Das können wir machen“, sagte Thomas Sordel (SPD). Geklärt werden müsse noch, wo die Parkflächen geschaffen werden. Dadurch könnten die Kosten vielleicht noch etwas ansteigen.

Reinhard Weißmann (WIH) verspricht sich von der Ausweisung erhöhte Sicherheit, weniger Unfälle und die Gestaltung der Straße als Lebensraum. Spielstraßen gebe es mittlerweile seit 50 Jahren und sie hätten sich bewährt, so etwa in Wittingen. Die Voraussetzungen für eine Spielstraße sieht Weißmann daher im Hankensbütteler Neubaugebiet als gut an.

Nächste Woche sollen ohnehin die Arbeiten an der Straße losgehen, war am Dienstag zu hören. Bis zum 30. April soll sie fertig werden – mit 6,50 Meter Breite. „Vom Höhenniveau und der Verkehrsführung her könnte sie einer Spielstraße entsprechen“, erläuterte Ausschussvorsitzender Hinrich Schulze (CDU). Dort werde es nur Anlieger- und keinen Durchgangsverkehr geben. Zudem sei dort eine Bepflanzung mit Bäumen in den Verkehrsinseln geplant.

Dieter Krzykowski von der Verwaltung erläuterte, dass die Kommune die Ausweisung selbständig ohne den Landkreis umsetzen könne. Christian Speitling (CDU) hob hervor, dass er sich mit den damit einhergehenden Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer, die mit einer solchen Ausweisung verbunden sind, schwer tue. „Das ist ein Fass ohne Boden, wenn dort schneller als erlaubt gefahren werden sollte.“ Er stimmte daher dagegen. Köllner sagte: „Wir sollten das probieren und können es machen.“

VON PAUL GERLACH

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