Verbindung Dedelstorf-Lingwedel: Landkreis hat Arbeiten an Firma aus Hannover vergeben

Sanierung der K 9 steht kurz bevor

Die K 9 zwischen Dedelstorf und Lingwedel wird jetzt saniert – denn zum 1. Januar 2019 wird sie zur Gemeindestraße abgestuft und somit der Kommune übergeben.

Dedelstorf/Lingwedel. Lange wurde diskutiert und verhandelt – jetzt ist es soweit: Der Landkreis hat kürzlich im Kreisausschuss beschlossen, dass die Sanierung der K 9 von Dedelstorf nach Lingwedel durch eine Baufirma aus Hannover vorgenommen werden soll.

Das Dreieck an der Einmündung zum Mahrenholzer Weg wird im Zuge der Sanierung ebenfalls saniert und von der Höhe her angepasst. Fotos: Gerlach

Bekanntlich soll die K 9 zum 1. Januar 2019 zur Gemeindestraße abgestuft werden. Die Kommune hatte daher mit dem Kreis einen Abstufungsvertrag abgeschlossen (das IK berichtete). So wurde auch festgehalten, dass die Straße in einem ordentlichen Zustand an die Gemeinde übergeben wird. Mit der Sanierung wird diese Vereinbarung nun erfüllt.

„Es wird eine Endabnahme geben, an der auch wir als Gemeinde teilnehmen werden“, erläutert der Dedelstorfer Bürgermeister Bernd Rodewald im IK-Gespräch. Danach habe 2019 dann die Kommune die Straße „als Klotz am Bein“, den man nie gewollt habe.

Die Angelegenheit hat einen übergeordneten Hintergrund: Denn nach der Fertigstellung der geplanten A 39 könnten Bundes- und Landstraßen zu Kreisstraßen abgestuft werden. Für den Kreis würden dann Mehrkosten anfallen, da er dafür Unterhaltungsmaßnahmen übernehmen muss. Daher will der Kreis seinerseits vorhandene Kreisstraßen zu Gemeindestraßen abstufen und diese den Gemeinden als zukünftigen Straßenbaulastträgern übergeben.

In Dedelstorf sind Gemeindevertreter mit Hans-Werner Müller, Leiter der Kreisstraßenmeisterei, und Uwe Peters, Leiter der Abteilung Kreisstraßen beim Landkreis, die Strecke abgegangen. „Wir haben unsere Wünsche geäußert und einen Kompromiss gefunden“, sagt Rodewald. Positiv aus Sicht der Kommune: Das Ganze werde nach ihren Vorstellungen umgesetzt. Laut Müller komme die gleiche Verfahrensweise wie bei der Sanierung der Straße von Lingwedel nach Oerrel zum Einsatz.

Die K 9, die derzeit unübersehbar etliche Unebenheiten, Risse und viel Flickwerk aufweist, bekommt somit eine glatte Oberfläche. 14 bis 15 Zentimeter werden laut Rodewald auf die Straße aufgebracht. „Das ist ganz ordentlich. Dann kann man dort vernünftig fahren“, sagt der Bürgermeister. Trotzdem ist ihm klar: „Wir werden da regelmäßig dranbleiben müssen, um Risse zu entfernen und – wenn nötig – Reparaturen vorzunehmen.“ Rodewald hofft, dass die Straße nach der Sanierung 15 bis 20 Jahre hält. Die Gossen und Einläufe an der K 9 werden gemacht, in Lingwedel wird der Graben von der Kreisstraßenmeisterei hergerichtet. Die Seitenräume der K 9 werden ausgekoffert und mit Mineralgemisch aufgefüllt. „So können sie auch als Ausweichmöglichkeit dienen“, sagt Rodewald.

Die Straßenoberfläche in der Dedelstorfer Ortsdurchfahrt wird auch saniert – aber nur bis zum Ortsausgang in Richtung B 244. Denn der Anschluss bis zur Bundesstraße ist von der Abstufung nicht betroffen und bleibt als K 9 erhalten. Das Dreieck in Dedelstorf an der Einmündung zum Mahrenholzer Weg wird laut Rodewald von der Kreisstraßenmeisterei angefasst und von der Höhe her angepasst. Die Einmündungsbereiche werden saniert. „Das ist wichtig für die Belastung durch die landwirtschaftlichen Fahrzeuge und als Wendemöglichkeit für die Schulbusse.“

Rodewald bedauert, dass die Lingwedeler Innerortsstraße – entgegen dem Wunsch der Kommune – nicht verbreitert wird.

Von Paul Gerlach

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