Sanierung startet bald

Gespräche über die Zukunft des Steinhorster Tessenow-Hauses zwischen Dieter Bieber (v.l.), Stefan Evers, Michael Heinrich Schormann, Ratsmitglied Wilhelm Lederer, Wilhelm Hasselmann und Gerhard Döpkens.

Steinhorst - Von Sabine Peter. Die Dachsanierung am Haus der Gemeinde in Steinhorst soll bereits in den kommenden Wochen über die Bühne gehen. Die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg geben 20 000 Euro für die Sanierung des Daches hinzu.

In zwei Wochen wird feststehen, welche Firma den Auftrag erhält, erklärte das Hankensbütteler Verwaltungsmitglied Dieter Bieber während der Zusammenkunft gestern Vormittag im Haus der Gemeinde.

Nach Vergeben des Auftrages geht es los am „Sorgenkind“ der Gemeinde Steinhorst. Im Herbst dürfte die Dachsanierung dann fertig sein, lautet die derzeitige Planung.

Bürgermeister Wilhelm Hasselmann freute sich, dass „draußen um dieses Haus Gehör gefunden wird“, das erhalten werden müsse. Mit der Sanierung des Daches ist die Gemeinde schon ein ganzes Stück weiter. 160 000 Euro kommen als Fördermittel vom Bund und Land Niedersachsen.

Beteiligt sind auch das Projekt ZILE/Kulturerbe und das Landesamt für Denkmalpflege. Die Gemeinde Steinhorst trägt 90 000 Euro. Die Deutsche Stiftung für Denkmalschutz übergab vor kurzem einen Fördervertrag in Höhe von 10 000 Euro für die Sanierung des Daches des geschichtsträchtigen Tessenow-Gebäudes.

„Uns ist der Stellenwert des Hauses bewusst“, sagt Gerhard Döpkens, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg. Er hofft, dass das Engagement für das Haus Früchte trägt. Michael Heinrich Schormann von der Geschäftsführung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung erinnerte daran, dass es sich bei dem Haus der Gemeinde um den einzigen Tessenow-Bau in ganz Niedersachsen handelt, der noch komplett erhalten ist. Das Haus solle ein Ort der Begegnung werden, so wie es einst vom Architekten Heinrich Tessenow angedacht war.

Baudenkmäler würden zum kulturellen Gedächtnis des Volkes gehören. Schormann fand es spannend, dass die Gemeinde Steinhorst es geschafft hat, das Gebäude über viele Jahre zu erhalten.

Die Sanierung des Hauses ist der eine Teil, die zukünftige Nutzung der andere. Wilhelm Hasselmann informierte, dass man sich in der Anfangsphase befinde, eine Studie zu erstellen. Laut Bieber gibt es einen ersten Entwurf für das Nutzungskonzept.

Das Haus, in dem früher auch eine jüdische Landwirtschaftsschule untergebracht war, soll als Begegnungsstätte erhalten bleiben (das IK berichtete), dabei soll auch die jüdische Gemeinde in Deutschland miteingebunden werden. Die Geschichte des Hauses kenne kaum jemand, sagte Hasselmann. Unterlagen darüber liegen zum Teil in Archiven in den USA.

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