Politik will an Kostenschraube drehen

Sanierung des Albert-Lahmann-Wegs in Räderloh: 310.000 Euro „zu teuer“

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Die Kosten der geplanten Sanierung des Albert-Lahmann-Weges in Räderloh sollen noch reduziert werden.

Räderloh – Der Albert-Lahmann-Weg in Räderloh soll bekanntlich über die Dorfentwicklung erneuert werden (das IK berichtete). Die momentane Kostenschätzung liegt allerdings aus Sicht der Politik noch zu hoch: Daran soll noch geschraubt werden.

Denn statt der 202.000 Euro Kosten, die beim Stand der Planung im August 2018 aufgerufen worden waren, wird laut Ulrich Schwieger, Planer des Büros Schulz & Partner, aktuell mit 310.000 Euro gerechnet. „Das ist so zu teuer und daher schwierig darstellbar“, sagte Bürgermeister Klaus-Hinrich Singer am Montag im Bauausschuss.

Die Ausbaustrecke beträgt grundsätzlich etwa 370 Meter. Die Fahrbahn weist größere Setzungen, starke Risse und Unebenheiten auf, hält das Planungsbüro fest. Der Oberbau der Straße entspreche nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und den Verkehrsbelastungen.

Neben der Neubefestigung der Verkehrsfläche in Pflasterbauweise soll im mittleren Teil der in drei Bauabschnitte unterteilten Straße lediglich Asphalt aufgebracht werden, um den Bestand mit alten Eichen samt deren Wurzelbereich zu sichern. Auf der vollen Länge der Straße soll der Straßenkörper voraussichtlich mit einem Geotextil als Vliesstoff eingepackt werden, um auf moorigem Untergrund ein Wegrutschen zur Seite zu verhindern.

Die Grundstückszufahrten sollen gepflastert werden. Die Einmündung zum Eichenweg soll bei den Bauarbeiten – in Anlehnung an die Grundstücksparzellen – wieder ausgebildet werden. Die Einmündung zur K 1 soll wiederum durch den Landkreis ausgebaut werden.

Die Maßnahme wird nun wohl doch nicht gemeinsam mit der vorgesehenen Erneuerung der Nebenanlagen der Räderloher Ortsdurchfahrt im Zuge der K 1 (Lindenstraße) ausgeschrieben, sondern in diesem Herbst oder Winter separat. Das würde bedeuten, dass die Umsetzung aller Voraussicht nach ab dem Frühjahr 2020 erfolgt.

Die Kommune möchte gerne bei beiden Straßen ein höherwertiges Pflaster, der Kreis hatte sich darauf bereits eingelassen. Beim Pflaster soll bei beiden Straßen jeweils dieselbe Farbe ausgewählt werden.

Im Albert-Lahmann-Weg soll die gefahrene Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer verringert werden und somit die Verkehrssicherheit erhöht werden. Neben einem ästhetisch ansprechenden Straßenraumbild sollen auch bessere Bewegungsmöglichkeiten für Fußgänger und Rollstuhlfahrer geschaffen werden. Ebenso wird die Straßenbeleuchtung auf den neuesten Stand gebracht – mit nach aktueller Planung 14 Laternen, je 28 Meter voneinander entfernt. Außerdem wird es an der Straße Bereiche zum Ausweichen bei Begegnungsverkehr geben.

Im Seitenbereich soll mit Mineralgemisch und Füllboden statt eines Schotterrasens gearbeitet werden. Um die Entwässerungs- und Versickerungssituation zu besprechen, wird es noch einen Vor-Ort-Termin mit Ratsvertretern und Anliegern geben.

VON PAUL GERLACH

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