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Samtgemeinde Hankensbüttel: Wohnen Geflüchtete bald wie in WG?

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Von: Paul Gerlach

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Flüchtlinge aus der Ukraine Ende März warten nach ihrer Landung auf dem Flughafen Frankfurt auf ihre Registrierung durch die Bundespolizei.
Flüchtlinge aus der Ukraine Ende März warten nach ihrer Landung auf dem Flughafen Frankfurt auf ihre Registrierung durch die Bundespolizei. In der Samtgemeinde Hankensbüttel könnten im nächsten halben Jahr unter Vorbehalt noch rund 33 Geflüchtete unterzubringen sein, heißt es aus dem Rathaus in Hankensbüttel. Bisher sind nach Daten des Einwohnermeldeamtes 80 Geflüchtete im Samtgemeindegebiet untergebracht worden. © dpa

Samtgemeinde Hankensbüttel – Rund 500 Geflüchtete aus seinen Gemeinschaftsunterkünften will der Landkreis Gifhorn bekanntlich bis Jahresende auf die zehn Gebietseinheiten verteilen. Auch der Samtgemeinde Hankensbüttel „werden weiterhin Geflüchtete aus der Ukraine zugeteilt werden“, bestätigt Rathaus-Chef Henning Evers auf IK-Anfrage.

Das Ganze richtet sich nach dem Verteilungsschlüssel des Landkreises. Die angestrebte Verteilung der Geflüchteten basiert demnach auf der Einwohnerzahl und schließt die bereits aufgenommenen Menschen aus der Ukraine mit ein. Indes muss zudem mit weiteren Geflüchteten gerechnet werden, die aufgrund des russischen Angriffskrieges Schutz in Deutschland suchen.

Gemäß des Verteilungsschlüssels könnte es nach derzeitigem Stand nach Angaben von Evers der Fall sein, dass im nächsten halben Jahr noch etwa 33 Geflüchtete in der Samtgemeinde Hankensbüttel unterzubringen sind. Diese Berechnung könne sich in der Realität aber nochmal deutlich anders abbilden, gibt der Verwaltungs-Chef zu bedenken.

Nach Zahlen des Einwohnermeldeamtes der Samtgemeinde sind bisher 80 Geflüchtete untergebracht worden. Alle von ihnen sind bislang dezentral untergebracht. „Wir bereiten uns nun im Zug der Verlautbarungen des Landkreises darauf vor, Geflüchtete in Liegenschaften unterzubringen, die als ‘WG-ähnlich’ bezeichnet werden können“, kündigt Evers an. „Hier müssen wir grundsätzlich in Bereitschaft sein, allerdings auch dann den reellen Bedarf sehen.“ Flexibilität ist also gefragt.

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