Samtgemeinde Hankensbüttel schrumpft / Aber: „Junge“ Zahlen für den Kreis

Unter der 9000er-Grenze

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Die Zahl der Geburten ist im Nordkreis rückläufig.

Hankensbüttel/Landkreis Gifhorn. Die Auswirkungen des demografischen Wandels hat die Samtgemeinde Hankensbüttel anhand neuester Zahlen Schwarz auf Weiß – die Kommune unterschreitet erstmals die 9000-Einwohner-Grenze. Am 31.

Dezember 2013 waren 8997 Menschen mit Hauptwohnsitz gemeldet, 37 weniger als noch vor Jahresfrist – ein Minus von 0,41 Prozent (alle angegebenen Zahlen beziehen sich auf den Hauptwohnsitz).

Tröstlich aus Sicht der Samtgemeinde: Der Negativtrend scheint sich abzuschwächen. In 2012 war die Einwohnerzahl nach Angaben der Verwaltung noch von 9105 auf 9034 gesunken und damit um 0,78 Prozent zurückgegangen.

2013 war nur in einer Mitgliedsgemeinde ein Einwohnerzuwachs zu vermelden: In der Gemeinde Obernholz wohnen nun 900 Menschen statt zuvor 896 (plus 0,45 Prozent). Die Einwohnerzahl der Gemeinde Sprakensehl liegt mit 1249 exakt auf Vorjahresniveau. Einen Rückgang von 0,79 Prozent muss die Gemeinde Steinhorst hinnehmen: Dort wohnen noch 1259 Menschen, 10 weniger als im Vorjahreszeitraum. In der Gemeinde Hankensbüttel ist ein Rückgang von 0,67 Prozent zu verzeichnen – von 4349 auf 4320 Einwohner. Statt 1271 Einwohnern sind es in der Gemeinde Dedelstorf nun 1269 (minus 0,16 Prozent).

Gleichzeitig gibt es eine bemerkenswerte Zahl zur Demografie, die das Statistische Landesamt gestern im Zusammenhang mit dem Zensus 2011 präsentiert hat. Demnach ist der Landkreis Gifhorn innerhalb der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg so etwas wie das „Jugendzentrum“: Im Landkreis gab es im Erhebungszeitraum mit 19,1 Prozent den höchsten Anteil an Kindern und Jugendlichen im Alter unter 18 Jahren. Zum Vergleich: In Wolfsburg waren es nur 15,1 Prozent, in der Landeshauptstadt 15,2 Prozent. Schlusslicht ist die Stadt Göttingen mit 14,0 Prozent, der Durchschnittswert der Metropolregion liegt bei 16,2 Prozent.

Bei den Über-65-Jährigen liegt der Landkreis Gifhorn mit 18 Prozent hinter Göttingen ebenfalls im „jungen Bereich“. Der Durchschnitt beträgt 21,8 Prozent, in Osterode und Goslar sind es mehr als 26 Prozent. Die Metropolregion hat rund 3,8 Millionen Einwohner, das entspricht annähernd der Hälfte der niedersächsischen Bevölkerung.

Von Paul Gerlach und Holger Boden

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