Leichter Rückgang in 2020

Samtgemeinde Hankensbüttel: Platz 1 bei „grüner“ Energie

Windpark Harsahl bei Wettendorf.
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Bei den Windkraftanlagen in der Samtgemeinde Hankensbüttel – hier im Windpark Harsahl – waren laut LSW im Jahr 2020 insgesamt 63,5 Megawatt Leistung installiert. Das war ein Anteil von 86 Prozent an der Energiebilanz und somit deutlich mehr als bei den anderen Energieträgern.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Samtgemeinde Hankensbüttel – Weiter unangefochten auf Platz eins in der Region beim Erzeugen von regenerativen Energien: Die Samtgemeinde Hankensbüttel behält ihren Spitzenplatz – trotz eines ganz leichten Rückganges im Vergleich zum Vorjahr.

Der Erneuerbare-Energien-Report 2020 der LSW – für das vergangene Jahr liegen noch keine aktuellen Zahlen vor – zeigt, dass die Samtgemeinde im Jahr 2020 insgesamt 158 683 Megawattstunden ins Netz des LSW-Verbandsgebietes einspeiste. Der Eigenverbrauch, der in den vergangenen Jahren stetig gesunken ist, betrug 48 997 Megawattstunden.

Dies ergibt eine Energiebilanz von stolzen 323,9 Prozent. Ein Wert, der leicht unter jenem des Vorjahres (327,2 Prozent) liegt. Offenbar hat der Wind in 2020 etwas schwächer geblasen. Denn: Die Zahl der 29 Windkraft-, 1 Wasserkraft-, 293 Photovoltaik- und 16 Biomasse/Biogas-Anlagen hat sich gegenüber 2019 sogar um 21 Anlagen erhöht. Während sich beim Anteil der anderen Energieträger an der Gesamtbilanz aber nur wenig veränderte, ging die Einspeisung durch die Windkraft etwas zurück.

Bei der installierten Leistung der Anlagen in der Samtgemeinde Hankensbüttel zeigt sich ein bekanntes Bild: Die Wasserkraft belegt mit 0,01 Megawatt (MW; 0,01 Prozent) weiterhin den letzten Platz, aber die Windkraft trägt mit 63,5 MW und damit 86 Prozent zum Ergebnis bei. Bei Biomasse/Biogas sind es 5,3 MW (7,1 Prozent) und bei der Photovoltaik 5,02 MW (6,8 Prozent).

Die einzige Gebietseinheit in der Region, die in Sachen Energiebilanz mit den Hankensbütteler Zahlen einigermaßen mithalten kann, ist die Samtgemeinde Velpke mit knapp 220 Prozent. Bei der Samtgemeinde Wesendorf sind es 124,7 Prozent, bei der Samtgemeinde Brome 82,9 Prozent, bei der Stadt Wittingen 82,8 Prozent und bei der Stadt Gifhorn 4,4 Prozent.

Von der Stärke in Sachen Windkraft & Co. profitieren nicht nur die Betreiber der Anlagen, sondern auch die Mitgliedsgemeinden in der Samtgemeinde Hankensbüttel – als Standortkommunen der Windräder, Solaranlagen und so weiter. Gewerbesteuereinnahmen fließen bei Windparks ab einem Zeitpunkt von etwa acht bis zehn Jahren nach deren Errichtung – wenn die Anlagen für gewöhnlich beginnen, Gewinne abzuwerfen.

„Innerhalb der Samtgemeinde Hankensbüttel erzeugen wir teilweise dreimal mehr erneuerbare Energie, als wir selbst verbrauchen. Das ist natürlich ein ganz erfreulicher Zustand“, sagt Samtgemeindebürgermeister Henning Evers zum LSW-Report. Zumal der ganz überwiegende Teil aus Windkraft erzeugt werde. „Zu dieser Entwicklung, die sich so ja auch nicht von heute auf morgen einstellt, tragen einzelne Mitgliedsgemeinden mit vorausschauender Planung ganz besonders bei.“ Gerade in Zeiten eines dynamischen Energiemarktes sei die Erzeugung von „sauberer“ und erneuerbarer Energie besonders wichtig, um Klima- und Umweltschutzziele konsequent zu verfolgen. Evers: „Wir sind froh, durch unsere Einspeisungen auch dazu einen kleinen Teil beitragen zu können.“

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