Minus von 1 Million Euro erwartet

Haushalt der Samtgemeinde: „In nächsten Jahren nicht so rosig“

Eine Hand greift einen 20-Euro-Schein aus einer gut gefüllten Kasse.
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Im Hankensbütteler Rathaus wurde der Haushaltsplan für die Samtgemeinde aufgestellt: Für dieses und für die nächsten Jahre werden Fehlbedarfe erwartet. Die Mitgliedsgemeinden profitieren vom gesunden Mittelstand.

Samtgemeinde Hankensbüttel - Mehr als 170 Seiten umfasst der Haushaltsplan der Samtgemeinde Hankensbüttel für das Jahr 2021. Eine Menge Lesestoff also für die Mitglieder des Finanz- und Wirtschaftsausschusses, die sich – im Vorfeld ihrer Sitzung am vergangenen Dienstagabend – mit den aktuellen Zahlen befasst hatten und nun auf die Eckdaten und konkret die einzelnen Produkte eingingen.

Zur Veranschaulichung präsentierte Verwaltungsmitarbeiterin Franziska Sülz die Kernzahlen mit einer Bilddokumentation. Die Erträge im Ergebnishaushalt werden sich auf 8,37 Millionen Euro belaufen, denen Aufwendungen von 9,44 Millionen gegenüberstehen. „Das wird zu einem Fehlbedarf von 1,07 Millionen Euro führen. Nachdem wir den Haushalt im vergangenen Jahr noch ausgleichen konnten, wird es in den nächsten Jahren nicht mehr so rosig aussehen“, kommentierte Sülz die Zahlen. Laut der vorläufigen Planung wird für 2022 mit einem Minus von einer Million, für 2023 mit 1,2 Millionen Miesen und für 2024 mit einem Fehlbedarf von 1,29 Millionen Euro gerechnet.

Im Finanzabgleich fallen die Schlüsselzuwendungen um rund 570 000 Euro niedriger aus. Von diesen Zuweisungen werden etwa 112 000 Euro an die Mitgliedsgemeinden ausgeschüttet. Im internen Finanzausgleich wird die Gemeinde Sprakensehl, wie in 2020 auch, jetzt wieder 42 982 Euro erhalten. Schlusslicht bleibt die Gemeinde Steinhorst mit 993 Euro im vergangenen Jahr und 558 Euro in 2021.

Die Samtgemeindeumlage ist in den letzten 20 Jahren kontinuierlich von 2,4 Millionen Euro (2002) auf 5,69 Millionen Euro (2020) gestiegen. Dieser Betrag wurde auch in den aktuellen Haushalt eingestellt. Beteiligt an der zu zahlenden Umlage sind die Gemeinden Hankensbüttel mit 53 Prozent, Steinhorst mit 15 Prozent, Dedelstorf und Sprakensehl mit jeweils 12 Prozent und Obernholz mit 8 Prozent.

Trotz der Corona-Pandemie liegt die Steuerkraft der Gemeinden immer noch über der Samtgemeindeumlage. „Die Mitgliedsgemeinden sind geprägt von einem gesunden Mittelstand“, sieht Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel darin eine Begründung. Im Finanzhaushalt sind als größere investive Maßnahmen die Fahrzeugbeschaffung für Feuerwehren mit 160 000 Euro vorgesehen wie auch Planungskosten für den An- oder Neubau von Feuerwehrgerätehäusern in Repke und Schweimke. Der Leader-Anteil wird sich auf 25 000 Euro und die KMU-Förderung auf 30 000 Euro belaufen. Der Beitrag für die Kreisschulbaukasse beträgt 74 500 Euro. Eingestellt in den Haushalt ist auch die zweite 500 000-Euro-Rate an den Landkreis Gifhorn für den Turnhallen-Neubau am Gymnasium. Der Haushaltsplan wurde vom Ausschuss einstimmig an den Samtgemeinderat empfohlen.

(Von Ulrich Bleuel)

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