Samtgemeinde-Feuerschutzauschuss ist für 75.000-Euro-Anschaffung

Samtgemeinde Hankensbüttel: 371 Helme für die Wehren?

Die Einsatzkräfte der Wehren in der Samtgemeinde – wie hier Ende Februar bei einem Brand in Hankensbüttel – sollen alle normgerechte Helme erhalten.
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Die Einsatzkräfte der Wehren in der Samtgemeinde – wie hier Ende Februar bei einem Brand in Hankensbüttel – sollen alle normgerechte Helme erhalten.
  • Paul Gerlach
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Samtgemeinde Hankensbüttel. Neue Helme für die Feuerwehrleute: Gemeindebrandmeister Frank Imort hatte bei der Samtgemeinde Hankensbüttel beantragt, dass alle 371 Helme, die nicht mehr der Norm entsprechen, aus versicherungsbedingten Gründen auszutauschen sind.

Der Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde empfahl jetzt einstimmig, rund 75 .000 Euro für die Anschaffung im Haushalt 2019 bereitzustellen.

Für die Atemschutzgeräteträger waren bereits neue Helme beschafft worden: Beim Innenangriff wären die alten nämlich verboten gewesen. Laut Verwaltung ergab eine Prüfung, dass auch für die Einsatzkräfte, die nicht unter Atemschutz im Innenangriff vorgehen, neue Helme nötig sind. Sonst würde im Fall der Fälle kein Versicherungsschutz bestehen. Mängel bestehen bei den meisten Helmen bei der Lederpolsterung (als stoßabsorbierendes Element seit 1968 verboten), bei einigen sind es die Lüftungslöcher, und manche sind schlicht überaltert. Bei den restlichen wurde Kunststoff verwendet, sie sind nach Herstellerangaben auszumustern.

Eine weitere Alternative für die DIN-gerechte Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren wäre eine Umrüstung der vorhandenen Helme. Dies ist laut Verwaltung aus wirtschaftlicher Sicht aber keine ernsthafte Alternative.

Daher soll es nun der Austausch der Helme sein. „Das Ganze ist eine teure Suppe“, hielt Ausschussvorsitzender Werner Rodewald (CDU) in aller Deutlichkeit fest. Nichtsdestotrotz sei die Notwendigkeit aber gegeben.

Die Samtgemeinde Hankensbüttel hatte sich gegenüber dem Wasserverband Gifhorn vertraglich dazu verpflichtet, bei allen Wasserentnahmen der Feuerwehren aus Hydranten des Wasserverbandes zwei Rückflussverhinderer je Entnahmestelle zu verwenden. Diese waren in 2018 noch nicht beschafft worden. Nach dem einmütigen Willen des Ausschusses sollen dafür in 2019 etwa 15 000 Euro ausgegeben werden – um ein Verschmutzen des Trinkwassers zu verhindern. Die Verwaltung solle daher eine Ausschreibung zur Beschaffung der Armaturen vorbereiten.

Nach einer Bestandsaufnahme der Feuerlöschbrunnen und Zisternen durch die Ortsbrandmeister in ihrem Kommandobereich steht nun fest: Eine Vielzahl von ihnen weist Mängel auf, die beseitigt werden müssen. Der Ausschuss empfahl einstimmig, dass die Instandsetzung nach Abstimmung mit den Ortsbrandmeistern erfolgen soll.

Von Paul Gerlach

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