Erhöhung bei Änderungen an alten sowie bei neuen Gräbern

Samtgemeinde Hankensbüttel: Friedhofsgebühren steigen an

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Die Samtgemeinde Hankensbüttel hat ihre Friedhofsgebührensatzung aus 2009 angepasst: Unter anderem für den Friedhof in Emmen (Foto) gelten nun höhere Preise bei neuen Gräbern oder Änderungen bei den bestehenden.

Hankensbüttel – Die Samtgemeinde Hankensbüttel hat nach zehn Jahren wieder ihre Friedhofsgebührensatzung angefasst und die Preise auf ihren elf eigenen Friedhöfen erhöht: Dies wurde vom Samtgemeinderat mit 18 Ja- und 2 Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen beschlossen.

Für bestehende Grabstätten, an denen nichts geändert wird, gelten demnach auch weiterhin die bisherigen Gebühren.

Anders sieht es nach Ablauf der Nutzungszeit aus oder wenn jemand in der Grabstätte bestattet wird, etwa bei Mehrfach-Grabstätten: Nach einer solchen Änderung werden die neuen Gebühren (siehe Infokasten) fällig, die sich alle nun nach der Nutzungsdauer richten, wie Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel erläutert. Man habe es somit erstmal mit einer Übergangszeit zu tun.

„Was wird sein, wenn die Kosten für einen Friedhof explodieren?“, fragte Ingrid Wrede (FDP) im Finanzausschuss der Samtgemeinde nach. Die Gebühren gelten für bis zu 25 Jahre Ruhezeit, betonte Taebel den Aspekt der Planungssicherheit. „Zudem ist eine Kostenexplosion eher unwahrscheinlich – und wenn, wird das nicht zu Lasten des Nutzers gehen.“

Eine Kalkulation der Friedhofsgebühren durch eine externe Firma war nach Angaben der Verwaltung aufgrund der heutigen kalkulatorischen Entwicklung und geänderter Rechtsvorschriften „dringend erforderlich“. Taebel unterstrich: „Die Preise steigen.“ Um in diesem Bereich Rechtssicherheit zu schaffen, wurde daher die neu erstellte Gebührensatzung verabschiedet. Mit der Anpassung gehen jährliche Mehreinnahmen für die Samtgemeinde von rund 10 000 Euro einher. Dieses Geld wandert in den entsprechenden Posten im Samtgemeinde-Etat.

Wrede bedauerte: „Früher haben die Friedhofsgemeinschaften das Ganze selbst erwirtschaftet. So hätte man es günstiger weitermachen können.“ Heute gebe es eine ganz andere Systematik, sagte Taebel. Ihm sei klar, dass dies zu Unwuchten führen könne. Der Trend gehe heute in Richtung Einzel- und Doppelgrabstätten.

Uwe Weber (BLH) monierte bei der Satzung, dass See- und Friedwaldbestattungen nicht erwähnt werden. Er kündigte an, dagegen zu stimmen. Taebel erwiderte, dass diese Bestattungsformen durch die Samtgemeinde nicht angeboten werden und dass dies rechtlich auch nicht möglich sei. „Seebestattung kann ich beauftragen“, widersprach Weber. Wrede stimmte ihm zu: „Wenn ich auf See bestattet werden will, wird das auch gemacht.“

VON PAUL GERLACH

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