Vorerst keine Direktverbindung von Sprakensehl nach Wagenhoff

Radweg an B 4: Richtung Süden auf Umwegen

Von Sprakensehl aus Richtung Norden tut sich etwas, Richtung Süden für lange Zeit voraussichtlich erstmal nichts: Der Radweg an der B 4 soll 2019 bis Breitenhees verlängert werden.
+
Von Sprakensehl aus Richtung Norden tut sich etwas, Richtung Süden für lange Zeit voraussichtlich erstmal nichts: Der Radweg an der B 4 soll 2019 bis Breitenhees verlängert werden.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
    schließen

Sprakensehl/Breitenhees. Im Frühjahr soll voraussichtlich der Bau des Radweges an der B 4 zwischen Sprakensehl und Breitenhees (das IK berichtete mehrfach) starten. Doch von Sprakensehl aus in Richtung Süden wird sich – Stand heute – für viele Jahre nichts tun.

Ein Bürger stellt gegenüber dem IK die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Maßnahme im Frühjahr, da aus Richtung Uelzen in Sprakensehl Schluss sei.

Wer Richtung Süden will, müsse sich dann ohnehin einen Weg über Masel und dann weiter suchen. Also sei aus seiner Sicht faktisch keine Lücke geschlossen worden, sondern eher die „noch größere Lücke zwischen Sprakensehl und Wagenhoff“ deutlich geworden. Er bringt eine Option etwas abseits der B 4 ins Spiel: Vielleicht sei die Wiederherstellung des Radweges von Breitenhees nach Bokel und eine Verbesserung über Schweimke – Hankensbüttel eine Möglichkeit. Dann entlang der K 7 auf vorhandenen Radwegen zu fahren, wäre „schöner und billiger“.

Laut Michael Peuke, stellvertretender Leiter der Wolfenbütteler Landesstraßenbaubehörde, gibt es für die B 4 in Richtung Süden aktuell keine entsprechenden Radweg-Planungen. In ferner Zukunft könne das aber ins Spiel kommen.

Beim Radweg von Breitenhees nach Bokel schildert die Sprakensehler Bürgermeisterin Christiane Fromhagen auf IK-Anfrage den Stand der Dinge. „Er ist in einem schauerlichen Zustand.“ Die Kommune sei an der Sache dran, eine Firma sei auch beauftragt worden. Aber zum einen hätte das Unternehmen aufgrund voller Auftragsbücher keine Kapazitäten gehabt und zum anderen hätte im trockenen Sommer ohne Regen das Grätern des Weges auch keinen Sinn gemacht. Den losen Sand hätte man demnach nicht in Form bringen können.

Fromhagen weist daraufhin, dass die Samtgemeinde Aue im oberen Teil des Weges Material eingebracht habe, aber für die Gemeinde Sprakensehl sei finanziell „nur“ das Grätern drin. Vor dem Winter werde es damit wohl nichts mehr. Die Radfahr-Saison sei jetzt ohnehin vorbei. Sie geht aber davon aus, dass das Grätern im nächsten Jahr erledigt wird. Dann wäre der Weg in Richtung des südlichen Teils des Isenhagener Landes wieder frei.

Von Paul Gerlach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare