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Richtfest für Hankensbüttels Haus der Vereine gefeiert

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Von: Burkhard Ohse

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Richtfest für das Haus der Vereine in Hankensbüttel.
An der Schmiedestraße in Hankensbüttel wurde das Richtfest für das Haus der Vereine am Samstag groß gefeiert. © Ohse, Burkhard

Hankensbüttel – Der HSV-Vorsitzende Philipp Hanf nennt es ein „Jahrhundertprojekt“, die Investition liegt bei 1,5 Millionen Euro und die WhatsApp-Gruppe der Helfer hat über 130 Teilnehmer: An der Schmiedestraße in Hankensbüttel entsteht Großes, und entsprechend wurde das Richtfest für das Haus der Vereine am Samstag, 10. September, auch groß gefeiert. Wenn alles klappt, dann soll das Gebäude in einem Jahr fertig sein. 

Kurz hielten sich die Redner. Denn, so sagte der Vorsitzende des HSV, Philipp Hanf: „Heute wollen wir feiern.“ Und das zu Recht, denn das Haus werde komplett in Eigenleitung von den Mitgliedern des Sportvereins und weiteren Helfern errichtet.

„Wir haben Anlass und Grund, stolz zu sein und dürfen uns daher auch selber feiern“, bekräftigte Hanf, bevor es anschließend zum gemütlichen Teil mit Gegrilltem, Getränken und Gesprächen ging.

Den Baufortschritt schauten sich alle die, die am Wochenende oder auch in der Woche dort Hand anlegen, ebenso an wie die Gäste. Viele Helfer sind mit dabei, die Whatsapp-Gruppe für den Bau hat 133 Mitglieder. Etliche Frauen versorgen die ehrenamtlichen Bauarbeiter und Handwerker an den Wochenenden mit Essen, viele Männer setzten bisher Stein auf Stein und errichteten den Dachstuhl.

Das soll so weitergehen, das Haus soll in einem Jahr eröffnet werden. Das gilt vorbehaltlich möglicher Schwierigkeiten, denn der Bau hatte sich pandemiebedingt schon um ein gutes halbes Jahr verzögert. „Und wie alle haben wir auch mit Preissteigerungen und Materialknappheit zu kämpfen“, sagte Hanf. „Als gemeinnützigen Verein trifft uns das allerdings noch härter.“

Die fast längste Rede war dann auch schon der Richtspruch, den Holger Reihl auf dem Dachboden in Sichtweite des Richtbaums erzählte, bevor er sein Schnapsglas auf dem Boden zerschellte.

Zuvor hatte Bürgermeister Dirk Köllner zum ersten Etappenschritt gratuliert: „Der HSV und der Gemeinderat haben sich jahrzehntelang Gedanken gemacht. Nach mehr als 100 Jahren soll vor allem für die Jugendlichen hier eine neue Heimstatt für Jahrzehnte entstehen. Das ist ein Jahrhundertschritt.“ Es gebe kein Zurück mehr, im nächsten Jahr sei Einweihung. Die 1,5 Millionen hohe Investition sei für die Gemeinde ein mutiger Schritt. Köllner zollte dem HSV „für noch mehr Mut großen Respekt“. Er prognostizierte: „Das wird ein tolles Sportgelände.“

Auch der ehemalige HSV-Vorsitzende Knut Conrad war hocherfreut. „35 Jahre lang habe ich mir Gedanken über einen Umzug aus dem Wohngebiet gemacht“, bemerkte er. Von Samtgemeindebürgermeister Henning Evers gab es einen Fußball („ein gefragtes Modell“) für das Training. „Wir begleiten das Projekt. Bei uns hängt ein ganz großer Plan im Rathaus“, sagte er und wünschte, dass es „so gut weitergehe wie bisher“. Auch Hanf sprach von einem Jahrhundertprojekt, wollte „die vielen Hefter nicht alle namentlich erwähnen“, hoffte aber auf weitere Hilfe. „Jeder und jede sind hier willkommen. Aber ich möchte schon einmal allen bisherigen Helfern und der Familie Reihl danken“, sagte er.

Für den Bau an der Schmiedestraße, der rund 1,5 Millionen Euro kosten soll, waren Fördermittel vom KSB, dem Landkreis und dem Amt für regionale Entwicklung nach dem Dorferneuerungsprogramm eingeworben worden. Auch Gemeinde und Samtgemeinde unterstützen das Projekt.

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