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Resolution zur Schulstruktur

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Das Schulzentrum in Hankensbüttel: Die Samtgemeindepolitik wünscht dort eine Oberschule ohne gymnasialen Zweig.  Archivfoto: Peter
Das Schulzentrum in Hankensbüttel: Die Samtgemeindepolitik wünscht dort eine Oberschule ohne gymnasialen Zweig. Archivfoto: Peter

Repke. Der Hankensbütteler Samtgemeinderat verabschiedete am Dienstagabend eine Resolution zum Erhalt der Perspektiven für das Gymnasium Hankensbüttel – Errichtung einer zukunftsfähigen Schulstruktur mit Wandlung der Hauptschule Hankensbüttel in eine Oberschule.

Die Samtgemeinde wird beauftragt, umgehend mit dem Landkreis Gifhorn diesbezüglich Gespräche aufzunehmen, um ein angemessenes Bildungsangebot für alle Schüler der Samtgemeinde Hankensbüttel vorzuhalten und dauerhaft zu sichern. Für den Samtgemeinderat sei die Wandlung der Hauptschule in eine Oberschule ohne gymnasialen Zweig von besonderer Bedeutung, um eine zukunftsfähige Schulstruktur in der Samtgemeinde zu schaffen.

Der Samtgemeinderat begrüßt die geplanten Investitionen am Gymnasium Hankensbüttel im Zuge der Umgestaltung in eine Ganztagsschule, heißt es in der Resolution. Der Rat appelliere an den Landkreis als Schulträger des Gymnasiums, die in 2010 beschlossenen drei Bauabschnitte zur Erweiterung und Umgestaltung in eine Ganztagsschule unabhängig von der Errichtung eventueller Oberschulen mit gymnasialen Zweig durchzuführen.

Die Resolution ist ein gemeinsames Schriftstück aller Parteien im Samtgemeinderat. Karsten Singer (CDU) sprach von einem „besonderen Nachdruck der CDU“ hinsichtlich der Resolution und bezeichnete das Gymnasium Hankensbüttel als Leuchtturm. Aber auch die Eirnichtung einer Oberschule an der Hauptschule sei ein Anliegen seiner Fraktion. Parteikollege Dirk Köllner zeigte sich froh über die gemeinsame Lösung.

SPD-Ratsherr Martin Rausch fand die aktuelle Situation schwierig, da ein entsprechendes Gesetz noch nicht erlassen sei. Man müsse sich Gedanken machen, wie die Bildungslandschaft in der Samtgemeinde bereichert werden könnte. Ein Nichtzustimmen der CDU wäre bedauerlich gewesen, meinte Rausch, da damit Chancen an Wittingen und Wesendorf verspielt worden wären. Würde eine Oberschule an der Hauptschule nicht eingerichtet, würde er darin nicht das Aus für das Schulzentrum sehen.

Peter Dietz (Grüne) sah in dem Papier einen Kompromiss. Er stimmte der Resolution zu, obgleich er die Forderung nach einer Oberschule „nicht hätte haben müssen“. Man müsse die kommenden Entwicklungen abwarten. FDP-Politikerin Ingrid Wrede äußerte, dass der Schulentwicklungsplan des Landkreises abgewartet werden müsse.

Der Samtgemeinderat beschloss seine Resolution bei einer Gegenstimme von Dr. Meinhard Gehse (FDP). Er war gegen eine Oberschule an der Hankensbütteler Hauptschule und forderte eine Zusammenarbeit mit Wittingen. Werner Warnecke (CDU) sah in der Resolution keine zerschlagene Brücke nach Wittingen. Eine Oberschule mit gymnasialem Zweig habe seiner Meinung nach keine Berechtigung.

Von Sabine Peter

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