Gemeinde Dedelstorf will Ortstermin mit allen Beteiligten

Repker Dorfstraße: Sanierung noch in weiter Ferne

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In welcher Variante könnten der Fußweg und die Nebenanlagen der K 8 in Repke erneuert werden? Die Kommune hat eine Planungsvariante als Favoriten, dabei hat allerdings die Untere Naturschutzbehörde deutliche Bedenken.

Repke – Die Sache ist vertrackt: Mit einer Erneuerung des Fußweges und der Nebenanlagen an der Repker Dorfstraße wird es vorerst nichts.

Die drei Planungsvarianten sind der Gemeinde Dedelstorf entweder weitaus zu teuer oder es sprechen aus Sicht des Landkreises Naturschutzgründe dagegen. Hinzu kommt die Bedingung, dass der Kreis die Sanierung der Ortsdurchfahrt und ihre Verbreiterung von 5,50 auf 6 Meter parallel nur angehen will, wenn die Gemeinde den Fußweg ins Förderprogramm im Rahmen der Dorfentwicklung bekommt. Danach sieht es aktuell (noch) nicht aus.

Der Gemeinderat beschloss jetzt einstimmig, dass ein Ortstermin mit den Beteiligten, insbesondere dem Landkreis, vereinbart werden soll. Der Favorit der Kommune ist die Planungsvariante drei (eine Kostenschätzung liegt dafür noch nicht vor): Dabei soll der Fußweg an Ort und Stelle wiederhergestellt werden. Der Graben würde offen gelassen. Die Fahrbahn der K 8 solle durch den Landkreis zur westlichen Seite um 50 Zentimeter verbreitert werden. „Da kommt man jedoch mit den alten Linden in Konflikt“, ist Planer Volker Warnecke bewusst. Der Landkreis wolle das nicht.

So hat Klaus Schell vom Fachbereich Umwelt betont: „Die alten Bäume sollten aus meiner Sicht vorrangig erhalten werden.“ Sie hätten eine sehr große Bedeutung für das Landschaftsbild aufgrund ihres Alters, aber auch für den Insektenschutz. Sie würden das dörfliche Ortsbild von Repke entscheidend mitprägen.

Bei der ersten Variante würde der Fußweg auf kompletter Länge neu im östlichen Bereich – abgesetzt durch einen Grünstreifen – verlegt, wobei die Verbreiterung der Fahrbahn um 0,5 Meter in östlicher Richtung vorgesehen ist. Der Graben würde teils verrohrt und eine Drainage eingebaut. Aus finanziellen Gründen (Kosten von rund 530.000 Euro) wurde diese Alternative durch die Kommune verworfen (das IK berichtete).

Mit etwa 495.000 Euro wäre Alternative Nummer zwei nur etwas günstiger: Der Graben würde auf die westliche Seite verlegt, der Fußweg teils auf der östlichen, teils auf der westlichen Seite geführt – also mit mehrfachen Überquerungen der K 8, was insbesondere mit Blick auf die Schulkinder als ungünstig und keine gute Lösung angesehen wird. Die Gemeinde verfolgt diese Option daher nicht mehr weiter.

Der Fußweg in katastrophalem Zustand wird nicht besser. Bürgermeister Bernd Rodewald sagt mit Blick auf die Prioriätenliste für die Sanierung der Kreisstraßen (dieses Projekt ist dort in nächster Zeit nicht vorgesehen), dass eine Erneuerung der K 8 voraussichtlich erst in einer ganzen Reihe von Jahren anstehe, jedenfalls „viel später als 2020“. Der Förderzeitraum bei der Dorfentwicklung läuft noch bis 2023.

VON PAUL GERLACH

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