Kreis stellt Mittel für Sanierung der Kreisstraße für 2020 und 2021 ein

Repker Dorfstraße: Erneuerung des Fußwegs an der K 8 in der Schwebe

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Der Fußweg an der Repker Dorfstraße ist in einem unsäglichen Zustand. Eine Erneuerung des Gehweges ist in der nächsten Zeit noch nicht abzusehen – auch wenn der Landkreis jetzt für die Planung und die Erneuerung der Kreisstraße für 2020 und 2021 Mittel eingestellt hat. 

Repke – In einem unsäglichen Zustand ist der Fußweg an der Repker Dorfstraße (das IK berichtete). Die Gemeinde möchte ihn daher eigentlich über das Förderprogramm Dorfentwicklung inklusive der Nebenanlagen erneuern.

Dies sollte gemeinsam mit einer Sanierung der Ortsdurchfahrt durch den Landkreis erfolgen. Doch auch wenn der Kreis die K 8-Sanierung bei seinem Investitionsprogramm als eine der größeren Maßnahmen nun aufgenommen hat und die Kreisverwaltung für die Planung und die Erneuerung der Kreisstraße für 2020 und 2021 Mittel eingestellt hat – im Moment sprechen noch einige gewichtige Gründe dagegen, dass der Fußweg in nächster Zeit erneuert werden könnte.

Bei zwei der drei Planungsvarianten, die Planer Volker Warnecke vorgelegt hatte, sind die Kosten „zu hoch“, wie gestern Bürgermeister Bernd Rodewald auf IK-Anfrage betonte. Bei der dritten Variante, für die noch keine Kostenschätzung vorliegt, ist die große Frage, ob die Fahrbahn der K 8 zur westlichen Seite um 50 Zentimeter auf 6 Meter durch den Landkreis verbreitert werden kann – die von der Kommune mit Blick auf den landwirtschaftlichen Begegnungsverkehr angepeilte Zielbreite. Durch dieses Verspringen der Straße würde man jedoch mit den alten Bäume in Konflikt kommen, deren Fällung die untere Naturschutzbehörde des Kreises ablehnt.

Der Gemeinderat hatte beschlossen, dass ein erneuter Ortstermin mit allen beteiligten Akteuren stattfinden soll, um die Variante Verbreiterung der Straße zur westlichen Seite erneut zu erörtern. Rodewald hofft, dass dieser Termin innerhalb der nächsten vier Wochen stattfinden wird. Das Treffen, an dem auch Einwohner aus Repke beteiligt sein werden, sei noch nicht terminiert.

Der Förderzeitraum bei der Dorfentwicklung läuft noch bis 2023. Wenn bis dahin eine Erneuerung des Fußweges angegangen werden sollte, werde dies nur gemeinsam mit dem K 8-Sanierungsvorhaben des Kreises erfolgen, betonte Rodewald. Außerdem müssten die Kosten für die Fußweg-Erneuerung zu stemmen sein.

Hinzu kommt: Falls beim Bürgerentscheid am 24. November, die Bürger dafür abstimmen sollten, dass der Ausbau der Straßen und Wege in der Gemeinde Dedelstorf bis zum Ende der laufenden Ratswahlperiode am 31. Oktober 2021 ausgesetzt wird, seien der Kommune ohnehin die Hände gebunden, betont Rodewald. Dann würde auch aus der Gehwegerneuerung nichts werden.

Die K 8-Sanierung hatte der Kreis in seiner Prioritätenliste bekanntlich zunächst nachrangig eingestuft. Da die Gemeinde aber beabsichtigt, über die Dorfentwicklung den Gehweg auszubauen, hat die Kreisverwaltung die Haushaltsmittel jetzt schon eingestellt – auch wenn das Ausbaukonzept der Gemeinde noch nicht vorliegt. „Somit können wir derzeit keine Aussagen zur Planung, zur Bauweise und zu den Kosten der Baumaßnahme machen“, sagt Landrat Dr. Andreas Ebel auf IK-Anfrage. Er unterstreicht: „Da wir die notwendigen Arbeiten gemeinsam mit der Gemeinde durchführen möchten, werden wir mit der Fahrbahnerneuerung nicht vorzeitig starten.“

VON PAUL GERLACH

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