Dedelstorfer Rat stimmt Rettungsdienst-Vorhaben mit Ausnahmeregelung zu

Repke: Grünes Licht für neue Wache

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Auf diesem Grundstück neben dem Spielplatz am Lingwedeler Weg in Repke soll die neue Rettungswache errichtet werden. Der Dedelstorfer Rat stimmte jetzt einer Ausnahmeregelung in Sachen B-Plan zu.

Repke / Dedelstorf – Noch ist der Rettungsdienst Peesel im Eingangsbereich des ehemaligen Kasernengeländes in Dedelstorf in einem Einfamilienhaus untergebracht. Das könnte sich künftig ändern.

Denn der Rettungsdienstbedarfsplan des Landkreises sieht Repke als Standort vor (das IK berichtete). Entsprechende Überlegungen existieren bereits seit rund zehn Jahren. Die Rettungswache Peesel möchte nun auf dem bereits erworbenen Grundstück am Lingwedeler Weg direkt neben dem Spielplatz eine neue Rettungswache bauen.

Das geplante Objekt widerspricht allerdings den Festsetzungen des Bebauungsplans: So werden die Baugrenze und die Traufhöhe überschritten. Da die Wache auch in den nächsten 50 Jahren den Anforderungen entsprechen muss, wurde ihre Platzierung teilweise im nicht überbaubaren Bereich gewählt. Auch mit dem Hintergrund einer möglichen räumlichen Erweiterung. Dies könnte laut der Verwaltung im Rathaus bedeuten, dass der Landkreis eine Überarbeitung des B-Plans fordert. Trotzdem solle zunächst versucht werden, mit einer Befreiung eine Baugenehmigung zu bekommen, so die Verwaltung.

Die Überschreitung der Traufhöhe (4,20 statt 4 Meter) wird im Rathaus als unbedenklich angesehen. Mit einem Befreiungsantrag könnte eine Baugenehmigung erteilt werden. Die Dachneigung ist im B-Plan mit 30 bis 50 Grad vorgeschrieben. Es soll eine Dachneigung von maximal 20 Grad zum Tragen kommen – laut Verwaltung ist diese Unterschreitung ebenfalls unbedenklich.

Bernd Rodewald, Bürgermeister.

Diese drei Punkte sahen jetzt auch die Ratsleute so und stimmten den drei entsprechenden Anträgen einmütig zu. Mit dem Überschreiten der Baugrenzen schaffe man einen Präzedenzfall, betonte Bürgermeister Bernd Rodewald. „Die Begründung kann nur sein, dass es eine Rettungswache ist.“ An sich habe er keine Einwände gegen das Projekt. Torben Mehrwald (CDU) drückte seine Unterstützung aus: „Wir müssen zusehen, dass wir etwas machen.“ Gudrun Eggers betonte: „Es ist eine besondere Situation. Ich habe kein Problem damit, diese Ausnahme zuzulassen.“ Auch Wilhelm-Joachim Cohrs (CDU) unterstrich das öffentliche Interesse bei dem Vorhaben.

Laut Angaben des Rettungsdienstes kann man die Anforderungen in der Wohnung in Dedelstorf nicht erfüllen. Das Gifhorner Gesundheitsamt habe die Wache zwischendurch sogar schließen wollen. Dementsprechend seien die Pläne für Repke vorangetrieben worden.

VON PAUL GERLACH

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