Karin Andel über die Herausforderungen und Freude bei der Gartenarbeit

Repke: Zu Gast im „kleinen Paradies“

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Ziege Liese und ihre tierischen und menschlichen Gefährten haben stets alles im Blick.

Repke – Schwalben, Rotschwänzchen, Spatzen oder Amseln: Sie alle baden gern im Koi-Teich von Karin Andel aus Repke und die 70-Jährige hat ihre helle Freude an den tierischen Besuchern in ihrem Vorzeigegarten. Die grüne Oase bezeichnet mancher gar als „kleines Paradies“.

Karin Andel in ihrem Garten am Koi-Teich samt Wasserfall: Die 70-Jährige hat den grünen Daumen.

Wenn man das Grundstück betritt, hat man in der Tat das Gefühl, dass man eine Reise in eine eigene kleine Welt unternimmt. Überall im Garten finden sich tierische und menschliche Figuren wieder, die hinter einem Pflänzchen oder einer Ecke hervorlugen. Der Hingucker im Garten ist aber der Teich samt Wasserfall, der fröhlich vor sich hinplätschert. Neun Kois – größtenteils noch kleine, aber auch ein paar größere Exemplare – wurden dort eingesetzt.

Ohnehin ist der Wasserverbrauch bei so viel Grün natürlich hoch. Andel hat den Eindruck, dass in diesem Jahr – wie auch schon in 2018 – erneut Trockenheit vorherrschen wird. In ihrer Umgebung seien mehrere Brunnen versiegt, hat sie gehört. Ihr eigener Brunnen funktioniere glücklicherweise noch gut.

Andel hat zuletzt ein neues Hochbeet angelegt: Möhren, Salat, Gurken und Petersilie – für die Verwertung in der Küche – wachsen heran. Für Insekten und vor allem für die Bienen wurde eine Blumenwiese angelegt. Die bereitgestellten Insektenhotels sind gut belegt. „Es summt und brummt“, freut sich Andel. Im Garten sei immer etwas zu tun. So ist etwa noch das alte Gewächshaus dran. Zur Menge an Blumen im Garten sagt Andel: „Es sind mittlerweile genug.“

Das bleibt natürlich auch der Tierwelt nicht verborgen. Kiloweise Futter legt Andel für die Vögel bereit. Auch Eichhörnchen oder Igel würden vorbeischauen. Die Drosseln bekommen Äpfel ab.

Für die Insekten, insbesondere Bienen, wurde eine Blumenwiese angelegt.

„Viele Leute wollen pflegeleichte Gärten“, ist Andel bewusst. Bei ihr sieht das anders aus. Ein Mähroboter kommt ihr nicht in den Garten. „Es soll eine Wiese bleiben. Das ist auch für die Tiere besser.“ So ein Garten bedeute viel Arbeit, biete aber auch viele Gelegenheiten für Ruhe und Entspannung. Statt Pflanzen neu zu kaufen, arbeitet Andel viel mit Ablegern. Sonnenhut, Phlox, Storchenschnabel, Fingerhut, Blauregen oder auch Blutweiderich finden sich wieder.

VON PAUL GERLACH

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