Nachrüstung in Sprakensehl / Ortstermin mit Brandschutzprüfer

Rauchschutztür für Grundschule

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Bei der Sprakensehler Grundschule wird in Sachen zweiter Rettungsweg noch nachgebessert.

Sprakensehl. Nach dem Stand der Dinge bei der Prüfung des zweiten Rettungsweges an der Sprakensehler Grundschule fragte Percy Pfeiff (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde.

Die letzte erforderliche Maßnahme, eine Rauchschutztür, wird unverzüglich nachgerüstet, antwortete die Verwaltung Ende Februar. Zeitnah werde es zudem mit dem Brandschutzprüfer einen Ortstermin geben.

Zur Erinnerung: Im Ernstfall sollen die Kinder durch die Lehrkraft zu einem Fenster geführt werden, wo es auf eine Außenplattform geht. Bis die Feuerwehr eintrifft, vergeht eine Weile. Dann werden Leitern angelegt und die Kinder einzeln von den Feuerwehrleuten heruntergeholt.

Patrick Dammann von der Verwaltung schilderte bei der Ausschusssitzung den Hergang des Ganzen. Damals sei es die Anforderung des Brandschutzprüfers gewesen, einen Fluchtweg im ersten Stock einzurichten. Damit sei ein Architekt beauftragt worden, dessen Planung in Abstimmung mit dem Brandschutzprüfer umgesetzt worden sei. Deshalb sei das jetzige Rettungspodest geschaffen worden. Die Verwaltung habe dem Architekten und dem Brandschutzprüfer vorgeschlagen, statt eines Podestes eine Fluchttreppe zu bauen. „Das wurde vom Brandschutzprüfer abgelehnt“, sagte Dammann.

Daher sei das Ganze von der Samtgemeinde auch so mit dem Podest sofort umgesetzt worden, erläuterte Heinz Gödecke von der Verwaltung. Das Podest reiche aus, habe es damals gehießen. Gödecke betonte, dass man das praktische Handling üben müsse. So dürften sich bekanntlich die Feuerwehrleute nicht zu zweit aufs Dach oder aufs Gitterrost der Plattform stellen. „Das geht sowohl vom Platz als auch vom Gewicht her nicht“, unterstrich Gödecke. Der scheidende Sprakensehler Ortsbrandmeister Günther Düvel hob bei der Sitzung hervor, dass die Feuerwehr Nachbesserungen bei dem Podest gefordert habe. „Wir sind dabei. Wir machen es stabil“, sagte Gödecke. Düvel hatte Ende November vergangenen Jahres moniert, dass die Außenplattform „wackelig“ sei.

„Eine Brandschutztür muss eigentlich vorgesehen werden“, hielt Pfeiff fest. Das sei damals nicht bekannt gewesen, sagte Gödecke, im Bericht des Brandschutzprüfers sei keine Tür enthalten gewesen. Jetzt – im neuesten Bericht – hingegen schon. Damals sei laut des Brandschutzprüfers auch keine Abnahme erforderlich gewesen. Dieser habe betont, dass er zur Statik nichts sagen könne.

„Die Tür zum Klassenraum hin muss eine Brandschutztür sein“, unterstrich Düvel. Momentan sei dort aber eine normale Tür. Gödecke kündigte an, dass noch eine Brandschutztür kommen werde.

Annegret Meyer (CDU) wunderte sich, warum der Brandschutzprüfer nicht gleiche eine Fluchttreppe statt des Podestes wolle. „Das ist Sache des Brandschutzprüfers“, antwortete Christian Speitling, der als Hankensbütteler Ortsbrandmeister im Ausschuss sitzt.

Ausschussvorsitzender Werner Rodewald (CDU) brachte es auf den Punkt: Nach den Vorschriften möge die Situation so richtig sein, aber in der Praxis gestalte sich das Ganze schwierig. Gödecke sagte. dass man die neuen Anforderungen des Brandschutzprüfers abarbeiten und baulich nacharbeiten werde. Es werde mit dem Brandschutzprüfer und dem Architekten noch einen Ortstermin geben. Gödecke erinnerte daran, dass damals eine „praktikable, günstige Lösung“ her sollte.

Thomas Sordel (SPD) machte sich dafür stark, dass alle Schulgebäude auf den Brandschutz hin überprüft werden sollten – anstatt jeweils von Einzelfall zu Einzelfall vorzugehen.

Von Paul Gerlach

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