Verwaltung: Telefonie eingeschränkt / Mehrere Gegenmaßnahmen

Rathaus Hankensbüttel: Erreichbarkeit weiter Problem

In Sachen Erreichbarkeit der Hankensbütteler Verwaltung – telefonisch oder persönlich – gibt’s weiter Kritik.
+
In Sachen Erreichbarkeit der Hankensbütteler Verwaltung – telefonisch oder persönlich – gibt’s weiter Kritik.

Hankensbüttel – Es bleibt ein Dauerthema: Die Mitarbeiter des Hankensbütteler Rathauses sind aus technischen Gründen seit Monaten weiterhin telefonisch nur eingeschränkt erreichbar. Besuchstermine für Bürger sind nur nach vorheriger Absprache möglich.

Nach mehrfacher Beanstandung von Bürgerseite regt sich auch Kritik aus Reihen der Lokalpolitik.

Ratsherr Reinhard Weißmann (WIH) hat Verwaltungs-Chef Andreas Taebel in einem offenen Brief gebeten, die schwierige Erreichbarkeit der Verwaltungsangestellten rasch deutlich zu verbessern. Bekanntlich seien die Rathaus-Türen schon seit Monaten geschlossen. Es sei auch nicht erkennbar, wo die prinzipiellen Unterschiede zu anderen Betrieben wären, zumindest seien diese nicht kommuniziert worden.

Glaskasten als Lösung?

Eine rasche Verbesserung der Situation könnte erreicht werden, so der Ratsherr, wenn im Eingangsbereich des Rathauses in dem Glaskasten eine Verwaltungskraft säße, die für Standardprobleme der Bürger (Formulare, Fragen nach Zuständigkeiten) eine rasche Lösung erreichen könnte. Zugleich könnten so Terminwünsche mit anderen Angestellten vor Ort geklärt werden, zumal bei den Telefonproblemen. Die Wiedereinführung dieser Anlaufstelle für Bürger wäre „jetzt dringend“, sagt Weißmann. Größere organisatorische Probleme beziehungsweise Kosten sehe er nicht.

Für eine „Verschlimmbesserung“ hält der Ratsherr den Anschluss ans Service-Center Wolfsburg seit März 2019. Diese Form der Desorganisation könne jetzt auch wieder geändert werden, meint er.

Die Hankensbütteler Verwaltung sieht die Gesamtthematik ganz anders als Weißmann. „Eine Öffnung des Rathauses für den allgemeinen Publikumsverkehr ist aus meiner Sicht gerade zum jetzigen Zeitpunkt angesichts der drastisch steigenden Infektionszahlen nicht zu verantworten“, betont Ilka Bauke auf IK-Anfrage. Die Systemrelevanz der Verwaltung, aber auch die räumlichen Gegebenheiten würden die Beibehaltung der Maßnahmen zum Mitarbeiterschutz und damit zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes bedingen. „Die baulichen Gegebenheiten unseres Rathauses lassen anders eine kontrollierte Einlasskontrolle und Besuchererfassung nicht zu.“

Die telefonische Terminvereinbarung hat sich ausdrücklich bewährt, betont Bauke. Sie führe zudem zu einer kürzeren Verweildauer im Rathaus, da Wartezeiten vermieden werden. Auch bei Besuchern, die ohne Termin vor der Tür stehen, werde bürgerfreundlich agiert und es finde sich in der Regel eine Lösung – natürlich ohne Besucher mit Termin zu benachteiligen. Eine Vorgehensweise, die kreisweit in fast allen Rathäusern so praktiziert werde.

Wechsel im Dezember

„Bedauerlicherweise war und ist die telefonische Erreichbarkeit des Rathauses eingeschränkt“, sagt Bauke. Das werde sich Mitte Dezember ändern, wenn der Vertrag mit dem alten Telekommunikationsanbieter auslaufe. „Dann sind wir wieder problemlos erreichbar.“

Um kurzfristig eine Verbesserung zu erreichen, war bekanntlich bereits vor Monaten eine weitere Rufnummer freigeschaltet worden, die verlässlich erreichbar ist: (05832) 98291+ individuelle Durchwahl.

Laut Bauke war die Erreichbarkeit des Service-Centers Wolfsburg „in der letzten Zeit nicht immer im gewohnten Maß“ gegeben. Das hänge zum einen auch mit der eingeschränkten telefonischen Erreichbarkeit im Rathaus zusammen, zum anderen mit der Bewältigung eines wesentlich erhöhten Anrufaufkommens für alle Service-Partner aufgrund der Corona-Pandemie. „Zwischenzeitlich wurde dort zusätzliches Personal rekrutiert und ausgebildet, sodass kurzfristig wieder mit einer besseren Erreichbarkeit gerechnet werden kann.“ VON PAUL GERLACH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare