Ausschuss empfiehlt überarbeitete Aufnahmekriterien des DRK in der Samtgemeinde Hankensbüttel

Ranking bei der Kita-Platzvergabe

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Das Deutsche Rote Kreuz hat seine Aufnahmekriterien für die Samtgemeinde Hankensbüttel aktualisiert. Bei nicht ausreichend wunschgemäßen Plätzen wird mittels eines Auswahlverfahrens und nicht nach der Reihenfolge der Anmeldungen vorgegangen.

Samtgemeinde Hankensbüttel. Das Deutsche Rote Kreuz hat seine Aufnahmekriterien für die Kindertagesstätten in der Samtgemeinde Hankensbüttel aktualisiert.

Bei dem neuen Kriterienkatalog werden Punkte zusammengezählt, aus dem ein Ranking für die Platzvergabe entsteht, wenn nicht ausreichend wunschgemäße Plätze vorhanden sind.

Grund für die Aktualisierung sei, dass immer mehr Eltern eine längere Betreuungszeit im Kindergarten benötigten, erklärte Karin Single, Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie des DRK im Schul- und Kita-Ausschuss der Samtgemeinde. Durch die Beitragsfreiheit würden zudem viele Eltern denken, dass sie einen Anspruch auf eine 8-Stunden-Betreuung hätten, der Rechtsanspruch beschränke sich allerdings auf vier Stunden. „Wir hatten es auch schon, dass Eltern dann geklagt haben. Vor Gericht muss man dann vorweisen, wie transparent die Plätze vergeben wurden“, berichtete Single.

Hinsichtlich der Kriterien traten bei den Ausschussmitgliedern und der Verwaltung einige Fragen auf. So fallen unter Punkt 3 auch Kinder mit Migrationshintergrund. Peter Dietz (Grüne) hakte nach, ob alle Kinder mit Migrationshintergrund gleich behandelt werden oder ob es Differenzierungen gebe. Schließlich gebe es nicht nur deutsche Staatsbürger mit einem Migrationshintergrund in der Samtgemeinde, sondern auch Menschen, die nur eine Duldung besitzen, aber noch kein Bleiberecht. „Bei einer Duldung kriegen wir vom Landkreis Vorgaben“, entgegnete Single. Bei anderen Familien mit Migrationshintergrund komme aber auch manchmal das Jugendamt auf sie zu, dass ein Kind durch den Kita-Besuch besser zu integrieren wünscht. „Wir gucken dabei, dass wir jeder Familie gerecht werden“, betonte Single.

Heinz Gödecke wollte zudem wissen, warum dann nicht Punkt 3 besser bewertet wird als Punkt 2. Single erwiderte, dass die Familienfreundlichkeit beim DRK an oberster Stelle stehe. Beide Elternteile sollen die Möglichkeit haben, ihrer Arbeit nachzugehen. „Deswegen haben früher gerade Eltern, die berufstätig waren, einen Vormittagsplatz bekommen und die anderen einen Nachmittagsplatz.“ Aus diesem Grund stünde die Berufstätigkeit der Eltern an erste Stelle bei der Bewertung.

Im Anschluss empfahl der Ausschuss die Aufnahmekriterien einstimmig an den Rat.

Von Ann-Cathrin Brey

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