Ingrid Wrede aus Emmen unterstreicht Kritik

Radweg an K 123 über den Elbe-Seitenkanal: „Sehr gefährlich“

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An dieser Stelle müssen die Radfahrer an der K 123 die Straßenseite wechseln: Ingrid Wrede aus Emmen erneuert die aufgekommene Kritik. Auch sie bezeichnet die Situation als „lebensgefährlich“.

Emmen/Knesebeck – „Von Knesebeck aus ist es sehr gefährlich.“ Ingrid Wrede aus Emmen kann die Kritik an der Situation für Radfahrer an der Brücke über den Elbe-Seitenkanal im Zuge der K 123, die jetzt laut geworden war, unterstreichen.

Wrede beschreibt, dass sie kürzlich von Knesebeck aus kommend vor der Kanalbrücke die Straßenseite wechseln wollte – so wie es das Verkehrsschild den Radfahrern dort vorschreibt.

Ingrid Wrede aus Emmen.

Sie habe ihren Arm vor dem Abbiegen rausgehalten, um genau dies zu signalisieren, als ein Auto von hinten herangerauscht gekommen sei. „Ich lag fast vorne auf der Motorhaube. Das ist lebensgefährlich“, sagt Wrede. Sie geht davon aus, dass die Autofahrer nicht damit rechnen, dass die Radler dort die Straßenseite wechseln.

Zur Situation auf der Brücke selbst sagt Wrede, dass die Durchgänge neben den Brückengeländern schon immer schmal gewesen seien. „Ich bin trotzdem stets dort durchgefahren.“

Aus Richtung Emmen hält Wrede die Situation für die Radfahrer für nicht gefährlich, denn dort seien sie für die Autofahrer schon von weitem und somit frühzeitig zu sehen.

Zur Erinnerung: Die Polizei spricht von „keiner großen Gefahrenstelle“. Seit der Eröffnung des Radweges an der K 123 Ende Oktober habe es dort noch keinen einzigen Unfall gegeben. Ein Hankensbütteler hatte darauf hingewiesen, dass Radfahrer seiner Ansicht nach schlechte Karten hätten, wenn Autofahrer in dem Moment, in dem sich der Radfahrer auf der Brücke befindet, „angeheizt“ kommen.

Unterdessen gibt es auch Kritik an der Situation auf der Emmener Seite der Brücke. Mehrere Leser haben dem IK gegenüber zum Ausdruck gebracht, dass sie die Gestaltung des Hochbords an der rechten Fahrbahnseite in Fahrtrichtung Emmen für unglücklich halten. Das Ende des Hochbords mache die Straße beim – wegen der Querungshilfe – nötigen Schwenk nach rechts ein Stück zu eng, das gelte auch beim dort vorgeschriebenen Tempo 70. Insbesondere im Dunkeln bestehe leicht die Gefahr, mit dem rechten Vorderrad unabsichtlich auf die Betonkante zu geraten.

VON PAUL GERLACH UND HOLGER BODEN

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