Wolfenbütteler Straßenbaubehörde beabsichtigt Einstieg in die Planung / Keine schnellen Ergebnisse

Radweg von Hankensbüttel nach Repke?

Von Hankensbüttel aus gibt es an den Bundes- und Landesstraßen bis kurz vor Celle keinen Radweg. Foto: Jung

Hankensbüttel/Repke. Tut sich da was an der B 244? Das Straßenbauamt Wolfenbüttel steigt möglicherweise bald in die Planung für einen Radweg zwischen Hankensbüttel und Repke ein. Das sagte der stellvertretende Behördenleiter Michael Peuke dem IK auf Anfrage.

Damit kommt scheinbar Bewegung in ein Thema, das zuletzt vor über zehn Jahren diskutiert wurde: ein Radweg von Hankensbüttel in Richtung Steinhorst. Damals wurde die Sache ad acta gelegt mit dem Tenor: Nicht genug Radfahrer auf dieser Strecke.

Von einer Strecke bis Steinhorst ist auch jetzt nicht die Rede – doch immerhin rückt der Abschnitt Hankensbüttel-Repke nun langsam in den Fokus der Wolfenbütteler Planer. Allerdings: Einen Zeithorizont für das Radweg-Projekt kann Peuke noch überhaupt nicht nennen. Es gebe zwar im Prinzip grünes Licht aus Hannover, in die Planung einzusteigen, doch fehlten dafür derzeit die Kapazitäten.

So wird denn zurzeit noch geplant, irgendwann einmal zu planen. Der etwa fünf Kilometer lange Abschnitt bis Repke macht in Peukes Augen Sinn, weil ein relativ dicht an Hankensbüttel und seinen Schulen und Versorgungseinrichtungen liegender Ort angebunden würde. Zudem gebe es ja schon eine kurze Radwegverbindung von Repke bis Dedelstorf.

Das wichtigste Argument aber für Wolfenbüttel: das Geld. Laut Peuke ist es leichter, an Mittel für Radwege zu kommen, wenn diese an Bundesstraßen liegen. Die Gelder für Projekte an Landesstraßen würden hingegen eher restriktiv verteilt.

Warum also nicht gleich bis zur B 4 oder darüber hinaus? Ein Radweg bis Steinhorst scheint für die Planer kein Thema, schon allein, weil am Großen Kain aus der Bundes- eine Landesstraße wird. Die Trasse Hankensbüttel-B 4 wiederum macht für Peuke auch keinen Sinn, weil dort nach links und rechts kein Radweg an der großen Nord-Süd-Verbindung entlangführt.

Die Gemeinde Hankensbüttel ist in die aktuellen Wolfenbütteler Überlegungen noch nicht eingebunden worden. Und „aktuell“ ist in diesem Fall auch ein relativer Begriff: Peuke zufolge wird es wohl noch mindestens zweieinhalb bis drei Jahre dauern, bis Ergebnisse der Planung für eine Strecke Hankensbüttel-Repke vorliegen.

Von Holger Boden

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