Hankensbüttel: Mögliche Freigabe kommt bei Bürgern überwiegend gut an

Radfahrer auf Fußweg an der B 244?

+
An der Wittinger Straße (B 244) in Hankensbüttel soll der Fußweg beidseitig auch für Radfahrer freigegeben werden, wenn es nach dem Willen des Verkehrsausschusses geht. Das IK hat sich dazu bei den Bürgern umgehört. Foto: Paul Gerlach

Hankensbüttel – Wird der Fußweg an der Wittinger Straße (B 244) in Hankensbüttel bald beidseitig auch für Radfahrer freigegeben sein? Wenn es nach dem Willen des Hankensbütteler Verkehrsausschusses geht, schon.

Auch aus den Reihen der Bevölkerung gibt es viel Zuspruch für dieses Ansinnen.

„Der Lastenverkehr auf der B 244 hat enorm zugenommen“, erläuterte der Antragsteller Peter Dierks, der für die CDU auch im Rat sitzt, jetzt bei einem Vor-Ort-Besuch durch den Verkehrsausschuss. Dierks verweist auch auf die Parksituation, insbesondere an einer Arztpraxis. „Wenn dort Sprechstunde ist, ist die Straße zugeparkt.“ Vermehrte Stauungen würden zusätzlich eine nicht unerhebliche Gefahr darstellen. Eine Freigabe für die Radfahrer würde der Fußweg von der Breite her hergeben, ist sich Dierks sicher. Die Freigabe solle aus Richtung Ortseingang – vom Ende des dortigen Radweges – bis zum Kreisel an der Hindenburgstraße gelten. Für die Radfahrer gelte es dann natürlich auch, Rücksicht auf die Fußgänger zu nehmen. Laut Dierks nutzen aktuell Radfahrer ohnehin schon die Fußwege. „Dann könnte man es gleich regulieren.“

Der Tenor im Ausschuss: Eine Freigabe könne nur beidseitig erfolgen, um Begegnungsverkehr von Radfahrern auf dem jeweiligen Fußweg zu vermeiden. Dass dort grundsätzlich Handlungsbedarf besteht, war unbestritten. „Da ist man gefährdet“, sagte Peter Dietz (Grüne). Daher sei er auch dafür, den fließenden Verkehr von den Radfahrern abzutrennen. Zumindest müsse man mit Blick auf die Verkehrssicherungspflicht der Kommune einen entsprechenden Antrag stellen, auch wenn er bislang im Rat keine guten Erfahrungen mit den Reaktionen der Genehmigungsbehörden, vor allem der Polizei, gemacht habe.

Der Ausschuss empfahl die beidseitige Freigabe für Fußgänger und Radfahrer einstimmig an den Gemeinderat. „Wir vertun uns damit nichts“, sagte Dirk Niebuhr (CDU). „Ich unterstütze das auch. Der Landkreis wird entscheiden“, sagte Monika Geertsema (SPD).

Eine IK-Umfrage (siehe oben) ergibt zum allergrößten Teil positives Feedback. Es mache Sinn, wenn sich die Radfahrer entsprechend verhalten, sagt eine Bürgerin. Dann wäre das kein Problem. Klaus Heinemann, 78 Jahre aus Hankensbüttel, würde die Freigabe begrüßen. Gerade für Schüler auf dem Rad sei die Situation „unmöglich“. Petra Meyer aus dem Luftkurort würde eine Freigabe für „nicht verkehrt“ halten – mit Blick auf die vielen Lkw, die durch den Ort fahren, sagt die Mittfünfzigerin.

Emma Esslinger, die aus Wesendorf für einen Arztbesuch nach Hankensbüttel gekommen ist, hat so ihre Bedenken. „Es ist schon etwas eng auf dem Fußweg“, sagt die 65-Jährige.

VON PAUL GERLACH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare