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Blickwedelerin seit Februar ohne Internet

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Von: Paul Gerlach

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Glasfaserkabel zwischen Fingerspitzen und rote Lämpchen.
Auch in Blickwedel gibt es Probleme in Sachen Glasfaser-Internet. © dpa

Blickwedel – Heide Hagen aus Blickwedel hat nach eigenen Angaben seit Februar kein Internet. Sie ist der Meinung, dass es sich bei den nicht funktionierenden Giffinet-Leitungen nicht um Einzelfälle handelt. Seitens Betreiber net services heißt es hingegen auf IK-Anfrage, dass nicht bestätigen werden könne, dass es in einem Ort grundsätzlich Probleme mit den Anschlüssen gebe.

Als sie seitens Giffinet mitgeteilt bekommen habe, dass sie am 23. März freigeschaltet werden soll, habe sie ihrem bisherigen Betreiber gekündigt, schildert Hagen den Ablauf. Doch das Giffinet-Internet habe in ihrem Fall auf sich warten lassen. Es funktioniere auch „bei sehr vielen Leuten in Blickwedel nicht“, ihrer Kenntnis nach funktioniere es nur bei vier Familien im Ort. Bei den anderen blinke nur rotes Licht. Es sei ein falscher Splitter verbaut worden, habe sie gehört. Ein Techniker sei lediglich zur Fehlerdokumentation vor Ort gewesen, nicht zur Behebung. Ein Splittertausch dauere zwar nur drei Stunden, dies sei aber „richtig teuer“. Sie frage sich, ob es irgendwelche Rechtsstreitigkeiten mit dem Landkreis gebe. Denn es gebe keine Termine mehr für Freischaltungen in Blickwedel. Da es aus ihrer Sicht „in absehbarer Zeit“ keinen funktionierenden Anschluss geben wird, habe sie nun wieder Internet per Satellit bestellt, denn sie sei auf Internet angewiesen. Sie wisse außerdem von Blickwedelern, die nicht angerufen werden können, aber zum Raustelefonieren in der Lage sind.

Inga Lassen, Prokuristin bei net services, erläutert auf IK-Anfrage zum von Heide Hagen geschilderten Fall: Sofern ein Anschluss aktuell noch nicht aktivierungsbereit sei, könne dies verschiedene Ursachen haben. Alle Projektbeteiligten würden „mit Hochdruck daran arbeiten, diese zeitnah aktivieren zu können“. Sie könne versichern, dass es „keinen Rechtsstreit mit dem Landkreis“ gebe.

Die Inbetriebnahme läuft laut net services „auf Hochtouren“, inzwischen seien nahezu alle Medienwandler installiert und rund 1900 Anschlüsse aktivierungsbereit. Die Aktivierung hängt vom jeweiligen Vertrag des Kunden bei Giffinet ab. Wenn ein Kunde etwa eine Rufnummernportierung gebucht habe, erfolge die Aktivierung des Anschlusses erst mit Auslaufen des Altvertrags, „damit keine doppelten Kosten entstehen“. Lassen: „Über 1400 Kunden nutzen ihren Anschluss bereits.“

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