Langwedeler Theaterspieler begeistern Publikum mit Schwank „Beamte sterben langsam“

Premiere als Paukenschlag

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Bestattungsunternehmer Walter Grabtief (Sven Piesker, links) und sein Sohn Thomas (Carsten Rodewald) wollen die Leiche (Joachim Kahrens) in den Schuppen schleppen. Foto: Ollech

oll Langwedel. Im voll besetztem Saal im Gasthaus Kahrens gelang der Theatergruppe Langwedel die Premiere mit dem Schwank „Beamte sterben langsam“ am Samstagabend auf Anhieb wie ein Paukenschlag.

Die rund 200 Zuhörer aus der Region, darunter auch Laienspieler aus anderen Theatergruppen, zeigten sich als dankbares Publikum und gingen von Anfang an voll mit.

Susann Schmidt, die nicht nur die Regie führte, sondern auch die Rolle der leichengeprüften Frau des Bestattungsunternehmers Walter Grabtief spielte, begrüßte die große Gästeschar und dankte dem Gasthaus Kahrens für die Bereitstellung des Saals zum Üben und die Aufführungen.

Dann folgte ein Feuerwerk spielerischer Künste auf der hervorragend dekorierten Bühne, die das passende Ambiente dafür bot. Inhaltlich ging es um das Bestattungsunternehmen Grabtief, dass eine Inspektion des Innungsverbandes erwartete. Eigentlich kommen derartige Inspektionen stets unangemeldet, doch Bestattungsunternehmer Walter Grabtief (Sven Piesker) hat Lunte gerochen und möchte sich nun auf den Überprüfungsfall vorbereiten, da sein Konkurrent Rolf Schwebauf (Simon Schultz) vom Nachbarort die Preise kaputtmacht. Und deswegen lässt Walter Grabtief nichts unversucht, um bei der Inspektion bestens abzuschneiden. Seine Tochter Eva (Melanie Jörs) und sein Sohn Thomas (Carsten Rodewald) haben jedoch ganz andere Pläne, da Eva den Bestatter Schwebauf liebt und Sohn Thomas die Tochter des Inspektors (Joachim Kahrens) liebt. Auch Walters Frau Luzie (Susann Schmidt) macht nur mit, wenn sie ihre neue Küche bekommt. Und so kommt es immer wieder zu turbulenten Spielszenen, bei denen Sarah Heim (Annegret Horn) ins Spiel kommt und die Tochter Lara (Manuela Köllner), die ihren zukünftigen Mann Norbert beim Bestatter kennenlernen soll, glaubt, dass er tot sei und will den Leichnam in der Leichenhalle noch einmal sehen. Damit ist das Chaos vorprogrammiert.

Schauspielerisch wurde sehr gute Arbeit geleistet, die einzelnen Passagen waren von den Akteuren gut einstudiert worden. Rhetorische Höhepunkte wurden zum richtigen Zeitpunkt mit dem notwendigen Elan und der passenden Mimik und Gestik artikuliert und platziert, was immer wieder zu spontanen Lach- und Klatschsalven des mitgehenden Publikums führte. Langanhaltender Beifall war der Lohn.

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