Sprakensehler Rat will erst Prüfung der Bauvoranfrage durch Kreis abwarten

Pläne für Lagerstätte an Ortsrand Sprakensehl

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Auf diesem Grundstück am Wirtschaftsweg Zur Bünte in Sprakensehl soll die Lagerstätte von Karl-Heinz Messingers Firma gemäß des Lageplanes entstehen. Die Garagenanlage samt Gebäuden im Hintergrund ist nicht betroffen, die rund 80 Jahre alte Fichte im Vordergrund gilt als erhaltenswert.

Sprakensehl – Der Sprakensehler Betrieb von Karl-Heinz Messinger möchte sich bekanntlich erweitern. Im Gewerbegebiet soll am Wirtschaftsweg Zur Bünte am Ortsrand im Außenbereich eine neue Lagerstätte errichtet werden.

Der Schrotthändler betont im IK-Gespräch: „Es ist nur eine Lagerstätte, es geht dabei nicht um Recycling.“

Der Sprakensehler Rat beschloss bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig, dass zunächst die Prüfung der Bauvoranfrage durch den Landkreis Gifhorn, die derzeit läuft, abgewartet werden soll. Die durch das Unternehmen beantragte Genehmigung zur Befestigung der Zufahrt im Seitenraum des Wirtschaftsweges wurde daher durch das Gremium zunächst abgelehnt.

Die für die Lagerstätte vorgesehene Fläche ist im rechtskräftigen Flächennutzungsplan als gewerbliche Entwicklungsfläche vorgesehen, ein Bebauungsplan existiert nicht.

Lagern möchte Messinger laut der Planung dort lange und kurze Stahlrohre, Kleinroste, Schrauben, Anker, Kleinbleche, Profilstahl für Fahrzeugbau, geschweißte Rohre, Rahmenprofile, Form-, Flach-, Band-, Betonrund- und Betonstabstahl. Außerdem sollen Gewebematten, große Bleche und Riffelbleche gelagert werden. Es sind Stellplätze für Miet- und Schuttcontainer sowie Materiallager-Container in Schrägaufstellung und Werkzeugcontainer vorgesehen. Ebenso Standflächen für Betriebsmaschinen wie Kettenbagger und Verlade-Fuchsbagger und zwei Parkplätze (einer für die Betriebsfahrzeuge und einer für die Kunden).

Aufbereitet, sprich recyclet, werden soll auf der 1200 Quadratmeter großen Fläche nichts. Die Planung für die Lagerstätte gehe auf den vielfach geäußerten Kundenwunsch zurück, dass er vor Ort doch auch kleinere Metallteile vorhalten möge, schildert Messinger den Hergang.

Auf der Fläche sollen keine Gebäude errichtet werden. Sie soll allein dem getrennten Ablagern von unterschiedlichen Materialien dienen.

Messinger hatte seit 1985 den Schrottplatz am Wittinger Hafen betrieben, bevor er Ende 2016 sein 9100 Quadratmeter großes Gelände an das Düngemittel-Unternehmen Bollmer verkauft hatte. In Sprakensehl macht er im kleineren Stil am neuen Standort weiter, denn für den Ruhestand fühlt sich der gelernte Schlosser noch nicht bereit.

Wenn das Ergebnis der Prüfung der Bauvoranfrage eingegangen ist, wird sich die Sprakensehler Politik erneut mit dem Erweiterungs-Vorhaben befassen.

VON PAUL GERLACH

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