Johanna und Jan Wutkewicz verlassen das Isenhagener Land im Sommer

Pastoren-Ehepaar geht nach Stade

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Vor dem Abschied: Johanna und Jan Wutkewicz mit Sohn Noah – einem von drei Kindern – am Fenster des Pfarrhauses in Hankensbüttel.

Hankensbüttel/Wittingen – Ein Pastoren-Ehepaar verabschiedet sich aus dem Isenhagener Land: Jan und Johanna Wutkewicz treten am 1. August neue Stellen in Stade an.

Den Ausschlag, sich überhaupt nach einer neuen Gemeinde umzusehen, gab die Tatsache, dass für Johanna Wutkewicz die dreijährige Probezeit endet und ihre halbe Stelle in Wittingen nur noch bis Ende 2021 im Stellenplan steht. Der Gedanke reifte um den Jahreswechsel – dass es mit einer neuen Aufgabe so schnell klappt, damit hatten beide nicht gerechnet.

„Stade hat einfach gepasst“, sagt Jan Wutkewicz, der dort früher einmal als Praktikant in der Kirchengemeinde gearbeitet hat – und nun die nach wie vor vakante Pastorenstelle besetzt, die der Superintendent des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen, Christian Berndt, in Stade einmal innehatte. Berndt habe in der Sache aber nicht vermittelt, betont der 37-Jährige.

Jan Wutkewicz arbeitet in Hankensbüttel auf der Pfarrstelle 1, die nun neu ausgeschrieben wird. Mit zwei Geistlichen – Monika Krösche und Dr. Heinrich Springhorn – geht es vorerst weiter, ein Zustand, auf den sich die Gemeinde laut Stellenplan ab Ende 2020 ohnehin einstellen muss. Die Konfirmandengruppe von Wutkewicz wird zunächst von Pastor Karsten Heitkamp übernommen.

Die halbe Stelle, auf der Johanna Wutkewicz in Wittingen nun noch bis zum Sommer arbeitet, ist der frühere Gemeindeanteil des ehemaligen Superintendenten Martin Berndt – ein Anteil, der der Gemeinde nach der Kirchenkreisfusion befristet erhalten bleiben sollte. Diese Befristung könnte es nun bei einer Neuausschreibung erschweren, Kandidaten zu finden. Es bleibe abzuwarten, ob alle Aufgaben aufgefangen werden können oder ob ein Teil davon auch wegfallen muss, meint die 34-Jährige.

Jan Wutkewicz sagt: „Wir haben uns hier wohlgefühlt, auch als Familie.“ Zwei der drei Kinder sind hier geboren. Auch für sie hält das Pastoren-Paar den Zeitpunkt des Wechsels – mit Blick auf die noch folgende Schulzeit – für richtig.

Der Hankensbütteler Pastor sagt, er habe das gemeindliche Leben im Luftkurort als sehr vielfältig empfunden, nicht zuletzt durch die vielen Sing- und Posaunenchöre. Angenehm sei auch die Verbundenheit der Menschen zur Kirche: „Man lässt den Pastor ins Haus.“ Die Zusammenarbeit mit der Landeskirchlichen Gemeinschaft und Prediger Thomas Dallendörfer habe er als Bereicherung empfunden.

Johanna Wutkewicz lobt die Aufgeschlossenheit der Wittinger für neue Gottesdienstformen – die junge Pastorin hatte viel Neues auf den Weg gebracht. Sehr gern habe sie mit Kantorin Imke Weitz zusammengearbeitet und die Konfirmandenarbeit gemacht. Leider nähmen bisweilen die Nachwehen der Fusion – etwa in Form von Gebäude-Fragen – den Freiraum für geistliche Arbeit.

Jan und Johanna Wutkewicz sind nun noch bis etwa Mitte Juli im Dienst, sie leiten noch die Kinderfreizeit in Oese. Ihre letzten Gottesdienste halten sie Ende Juni, Anfang Juli. Der offizielle Abschiedsgottesdienst für Jan Wutkewicz ist am 30. Juni um 15 Uhr in St. Pankratius, Johanna Wutkewicz wird bereits am 16. Juni, 15 Uhr, in St. Stephanus verabschiedet.

VON HOLGER BODEN

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