Ruf nach Gesprächen und Konzept

Parkplatz-Situation rund ums Hankensbütteler Gymnasium ist ungelöst

Kreistagsmitglied Inge Elvers (v.l.), Schulausschussvorsitzender Thomas Sordel, die Schülervertreterinnen Emma Lou Menges und Nina Blaue sowie Ratsherr Reinhard Weißmann am Wohnmobilstellplatz am Wiesenweg in Hankensbüttel.
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Die Parkplatz-Situation rund um das Hankensbütteler Gymnasium im Blick: Kreistagsmitglied Inge Elvers (v.l.), Schulausschussvorsitzender Thomas Sordel, die Schülervertreterinnen Emma Lou Menges und Nina Blaue sowie Ratsherr Reinhard Weißmann. Am Wohnmobilstellplatz dürfen die Schüler nicht parken, manche tun es trotzdem.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Für die Parkplatzsituation rund ums Hankensbütteler Gymnasium und damit verbundene Probleme (das IK berichtete) ist weiterhin keine schnelle Lösung in Sicht. Das zeigte am Donnerstag erneut ein Vor-Ort-Termin auf – obwohl er auf einen schulfreien Tag in den Ferien gelegt worden war.

Die Schülervertreterinnen Emma Lou Menges und Nina Blaue, Kreistagsmitglied Inge Elvers, Schulausschussvorsitzender Thomas Sordel sowie Ratsherr Reinhard Weißmann diskutierten lebhaft über die Grundthematik. Schulleiterin Cornelia Röhrkasten war kurzfristig verhindert. Sordel ist es wichtig, dass die Schüler und Lehrer mit ins Boot genommen werden, ein großer Teil von ihnen komme mit dem Pkw. Er sehe aber auch Probleme für die Arztpraxis und die Anwohner. Ebenso müsse man darauf achten, dass nicht zu viel versiegelt werde. Daher sei ein Gesamtkonzept nötig.

150 Plätze als Marke

Elvers bezifferte die Zahl der benötigten Parkplätze für Schüler und Lehrer auf 150, was Menges bestätigte. Das ist fast exakt die Zahl, die Weißmann auch bei einer Zählung per Maßband vorgefunden und in seiner Übersicht eingezeichnet hatte (insgesamt 81 Schülerparkplätze und 72 Parkplätze für Lehrer, Bedienstete und Besucher). Es seien ohnehin nie alle Lehrer gleichzeitig in der Schule, so Weißmann. Die meisten Stellfächen für sie gebe es auf dem Lehrerparkplatz vor der Turnhalle am F-Gebäude – 41 an der Zahl. Weitere Flächen seien am Amtsweg (9) und an der Kurzen Straße (5). „Lehrer und Schüler konkurrieren nicht bei den Parkplätzen“, hielt er fest.

Weißmann ging es bei seiner Zählung nach eigener Aussage auch darum, Schülern und Lehrern zu zeigen, wo sie parken können. Er wolle auf die nicht belegten Parkplätze in Schulnähe hinweisen (siehe Skizze).

Der Schülerparkplatz am Hagengarten umfasst 23 Plätze. 17 Parkplätze für sie sind am Wiesenweg eingezeichnet, doch Äste, die in die Stellflächen hineinragen, erschweren die Situation. Diese sollen nach Weißmanns Kenntnisstand aber zurückgeschnitten werden. Er könnte sich vorstellen, dass dort Markierungen auf der Straße aufgebracht werden, die die Stellflächen anzeigen und genau eingrenzen – eine Idee, die auf Sordels Zustimmung traf. „Sonst wird zu viel Platz beim Parken verschenkt“, sagte Weißmann. „Die Schüler versuchen darauf zu achten“, sagte Emma Lou Menges von der SV. „Aber die Stellflächen reichen dort trotzdem nicht aus“, fügte Nina Blaue (ebenfalls SV) hinzu. Diese Flächen am Wiesenweg seien auch nie als Parkflächen respektive Parkbuchten gedacht gewesen, betonte Sordel. „Sie wurden aber immer so genutzt“, weiß auch Weißmann.

Abgesehen von den 23 Stellplätzen auf dem Schülerparkplatz und den 50 Lehrerparkplätzen (41 am F-Gebäude und die 9 am Amtsweg) seien alle anderen Flächen im öffentlichen Raum, hielt Elvers fest. Daraus resultiere das grundsätzliche Problem. Sordel: „Wir haben enge Straßen hier. Ich möchte die Anwohner sowie die Rettungs- und Müllfahrzeuge nicht behindern.“

„Treten auf der Stelle“

Laut Elvers tut sich eventuell noch eine Möglichkeit auf, dass dort Parkflächen geschaffen werden können, bei einem Eckgrundstück an der Einmündung von der Kurzen Straße in den Amtsweg – gegenüber des Gymnasiumseingangs.

Sordel verweist darauf, dass grundsätzlich der Landkreis als Schulträger zuständig sei und den Bedarf an Parkraum kenne. Der Kreis könne nicht davon ausgehen, dass im öffentlichen Raum alles an den benötigten Stellflächen abgedeckt werde. Seine Meinung: Der Kreis solle sich das Ganze insgesamt vor Ort anschauen – „nicht in den Ferien, sondern im laufenden Schulbetrieb“.

Elvers will das Thema in die SPD-Kreistagsfraktion mitnehmen, auch auf Samtgemeinde-Ebene könne es angesprochen werden, die Parksituation mit den Problemen sei weiterhin nicht gelöst: „Es muss etwas getan werden.“ Es müsse über Optionen nachgedacht werden und Kommunikation zwischen dem Landkreis und der Gemeinde stattfinden, was auch Sordel einforderte, der zudem den Hankensbütteler Ortsbrandmeister Christian Speitling einbinden möchte.

Elvers befand: „Wir treten auf der Stelle.“ Wenn die neue Turnhalle gebaut worden sei, werde diese sicherlich durch den Breitensport erheblich genutzt werden. Abends seien dann aber die Parkplätze der Lehrer und Schüler frei, so Weißmann. Er wies darauf hin, dass es auf dem Wiesenweg-Stück Richtung Amtsweg sechs Parkplätze gebe, die kaum ein Schüler oder Lehrer nutze. Auch auf dem derzeit abgesperrten Amtsweg-Stück gebe es zumindest aktuell viele Flächen.

Blaue ging auf die für manche Orte unvorteilhaften Bus-anbindungen ein. Da könne es schon mal sein, dass man mit dem Auto eine Dreiviertelstunde eher zu Hause sei als mit dem Bus. „Es bewegt sich seit 40 Jahren nichts in Sachen Parkplätze. Es ist überall angespannt“, kritisierte Menges. Die Folge: Es werde teils im Halteverbot geparkt. Dennoch würden auch Fahrgemeinschaften gebildet, betonte die Zehntklässlerin. Die dritte Schülervertreterin, Lina Haase, hatte dem Vor-Ort-Termin nicht beiwohnen können.

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