Florian Duschanek aus Hankensbüttel ist Technischer Modellbauer bei Volkswagen und frisch gebackener IHK-Bundessieger

Von der Papierskizze in die dritte Dimension

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„Technik hat mich schon immer interessiert“: Florian Duschanek aus Hankensbüttel im 1-zu-1-Interieurmodell des Golf 7.

Hankensbüttel/Wolfsburg. Der 20-jährige Hankensbütteler Florian Duschanek ist Technischer Modellbauer bei Volkswagen in Wolfsburg. Der technikbegeisterte, junge Mann hat jetzt den Titel des IHK-Bundessiegers errungen.

Die Ehrung findet am Montag, 9. Dezember, in Berlin statt. „Für den Beruf braucht man ein hohes Maß an Kreativität und Selbstständigkeit“, sagt Bernd Thiel, Ausbilder Technischer Modellbau bei VW in Wolfsburg. IK-Redakteur Paul Gerlach sprach mit Duschanek über die Entwicklung von Prototypen, das Gefühl, das fertige Auto auf der Straße zu sehen, und seine Pläne für die berufliche Zukunft.

IK: Wann und warum haben Sie Ihre Ausbildung bei Volkswagen begonnen?

Florian Duschanek: Meine Ausbildung hat am 1. September 2009 begonnen. Ich bin bei Volkswagen, weil es in unserer Region der größte Arbeitgeber ist. Mich lockte die Aussicht auf eine erstklassige Ausbildung, einen sicheren Arbeitsplatz und einen attraktiven Arbeitgeber. Bei Volkswagen kann ich meine Fertigkeiten und Stärken am besten einbringen. Technik hat mich schon immer interessiert.

IK: Sie sind Technischer Modellbauer. Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Duschanek: Mir gefällt besonders die Vielseitigkeit, die mein Beruf bietet. Ich bin bei der Entwicklung von Prototypen mit dabei: Aus dem Nichts entsteht etwas – erst die Skizze auf dem Papier und dann ein Modell zum Anfassen. Zudem arbeite ich mit vielen Werkstoffen wie Holz, Kunststoff oder Aluminium. Es ist ein tolles Gefühl, das fertige Modell in den Händen zu halten – und erst recht, das Auto vier, fünf Jahre später auf der Straße zu sehen.

IK: Worin liegen die Herausforderungen bei Ihrer Arbeit und welche Fähigkeiten werden benötigt?

Duschanek: Das Ergebnis unserer Arbeit muss den Kundenerwartungen entsprechen. Dementsprechend sind die Aufgaben sehr weit gefächert und es ergeben sich von Modell zu Modell Veränderungen. Man braucht dafür handwerkliches Geschick, eine gewisse Fingerfertigkeit und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, um die Zeichnung in die dritte Dimension zu übersetzen. Dazu gehört auch ein innerer Antrieb und Anspruch, die Dinge perfekt zu machen. Unser Entwurf muss schließlich den gesamten Vorstand überzeugen. Als Team erreichen wir das gemeinsam.

IK: Wie glücklich macht Sie der Titel „IHK-Bundessieger 2013“?

Duschanek: Die Auszeichnung erfüllt mich mit Stolz. Sie ist eine Bestätigung für meine persönliche Leistung und für die Ausbildung bei Volkswagen in Wolfsburg. Ich freue mich über den Titel und auf die Ehrung in Berlin.

IK: Pendeln Sie täglich die Strecke von Hankensbüttel nach  Wolfsburg?

Duschanek: Ja, die Fahrtzeit bietet die Chance, sich gedanklich auf den Tag vorzubereiten – und nach der Arbeit die Gelegenheit, das Erlebte sacken zu lassen.

IK: Möchten Sie auch weiterhin bei VW arbeiten?

Duschanek: Ich würde gerne bis zur Rente für Volkswagen arbeiten. Ich kann mich zum Techniker oder zum Technischen Fachwirt fortbilden. Es stehen mir auch alle Türen offen, in andere Unternehmensbereiche zu wechseln. Zunächst werde ich mich in mein Aufgabengebiet einarbeiten und in der Tiefe spezialisieren.

IK: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Duschanek: Bis zu einem Unfall bin ich viel BMX-Rad gefahren. Das habe ich seither reduziert. Ich bastele jetzt gerne an meinem Computer und an meinem Auto.

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