Neujahrsempfang: „2019 ist das Jahr der Fische“ 

Otter-Zentrum gestaltet Eingangsbereich mit Flussaquarium

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Dr. Oskar Kölsch informierte die Gäste beim Neujahrsempfang des Hankensbütteler Otter-Zentrums über die anstehenden Projekte in 2019. Dazu zählt der Bau eines Flussaquariums im Eingangsbereich.

Hankensbüttel – Auch wenn der Fischotter natürlich weiterhin im Mittelpunkt stehen wird: Das Hankensbütteler Otter-Zentrum rückt seine Kompetenz in Sachen Gewässer mehr in den Vordergrund.

„2019 ist für uns das Jahr der Fische“, sagte Dr. Ulrich Joger, Beisitzer im Präsidium der Aktion Fischotterschutz, beim Neujahrsempfang.

Die Naturerlebnis-Einrichtung gestaltet ihren Eingangsbereich mit einem fünf Meter langen Flussaquarium um, in dem die in der Ise lebenden Fischarten in einem künstlichen Flussabschnitt gezeigt werden. „Fische sind etwas ganz Neues für uns“, ergänzte der Vorstandsvorsitzende Dr. Oskar Kölsch.

Die Eröffnung des Aquariums, dessen Bau mit Leadermitteln gefördert wird, ist für August geplant. Die Wand hinter dem Aquarium soll zu einem Diorama der Flusslandschaft der Ise von Wittingen über Hankensbüttel bis Wesendorf umgestaltet werden. Darüber hinaus wird ein Film mit einem tauchenden Fischotter gezeigt.

„Wir müssen investieren, wenn wir erfolgreich sein wollen“, sagte Joger mit Blick auf die geplante Erweiterung des Otter-Zentrums. Wie das Ganze gestaltet wird, sei derzeit Gegenstand ausführlicher Planungen. „Wir diskutieren alles offen.“ In 2019 gehe es um die Eigentumsübertragung im Zuge des vorgesehenen Flächentausches mit der Gemeinde Hankensbüttel, erläuterte Kölsch. Die Erweiterungsfläche werde danach an das bestehende Gelände angeschlossen. Der Bebauungsplan werde derzeit aufgestellt und solle in diesem Jahr abgeschlossen werden. 2020 könne man dann auf der neuen Fläche mit den Arbeiten zur eigentlichen Erweiterung beginnen.

In diesem Jahr wird laut Kölsch im Bachgehege stärker auf die Kleinlebewesen hingewiesen. „Man wird im Tunnel die wirbellosen Tiere unter Wasser sehen können.“ Die Teiche im Gelände müssten außerdem auf Vordermann gebracht werden. Reparaturen sind nötig. Ältere Gehege müssten immer wieder auf den neuesten Stand gebracht werden.

Um den Internetempfang für die Mitarbeiter zu verbessern, müssen im Verwaltungsgebäude viele Kabel verlegt werden. Eine neue Computeranlage samt Kühlung soll her, neue Kassen werden installiert.

In 2019 wird sich die Aktion Fischotterschutz auch der Artenvielfalt in der Aller widmen und bei einem durch das Land unterstützten Projekt neue Lebensräume für die Barbe schaffen. „Ise und Ohre liegen uns am Herzen“, sagt Kölsch. An der Ise solle gemeinsam mit den Landwirten und Behörden die Durchlässigkeit des Gewässers gewährleistet werden. Auch an der Ohre seien weitere Maßnahmen geplant, etwa im Zusammenhang mit dem Biber.

Die Leiterin des Otter-Zentrums, Dr. Britta Habbe, erläuterte beim Neujahrsempfang die Hintergründe zum geplanten Flussaquarium. Katrin Wolf vom Anglerverband Niedersachsen hielt einen Vortrag über die Fischarten, die in der Ise leben.

VON PAUL GERLACH

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