Bausubstanz soll erhalten werden / Schäden in Räumlichkeiten

Obdachlosenunterkunft an Oerreler Straße in Hankensbüttel: Eine Wohnung soll saniert werden

Bei der Hankensbütteler Obdachlosenunterkunft an der Oerreler Straße soll in diesem Jahr eine der Wohnungen saniert werden.
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Bei der Hankensbütteler Obdachlosenunterkunft an der Oerreler Straße soll in diesem Jahr eine der Wohnungen saniert werden.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Ende 2018 hatte der Hankensbütteler Samtgemeinderat über den Haushaltsplan eine Sanierung der Obdachlosenunterkunft im Kernort beschlossen. Jeweils 100 000 Euro sollten in den Jahren 2019 und 2020 in das Objekt an der Oerreler Straße investiert werden.

Hankensbüttel – Die Kernsanierung war aber von der Samtgemeinde damals verschoben worden.

Vorgesehen waren zu jenem Zeitpunkt eine Dacherneuerung, die Asbestentfernung, die Erneuerung der Fußböden oder auch eine Sanierung der Sanitäreinrichtungen – und das alles in zwei Abschnitten. Es waren laut Verwaltung aber keine Firmen für die Sanierung verfügbar gewesen. Zudem war die Wohnung zu dieser Zeit belegt.

Heinz Gödecke vom Bauamt sagte auf IK-Anfrage zum Stand der Dinge bei dem Vorhaben: Zumindest eine der Wohnungen in der Unterkunft soll in 2021 nach der Entrümpelung saniert werden. Patrick Dammann von der Verwaltung betonte, dass es sich „nur“ um eine Obdachlosenunterkunft handele. Dass man überhaupt Wohnungen vorhalte, gehe schon über den gesetzlichen Anspruch hinaus. Dieser sehe einen Schlafplatz, eine Waschstelle, eine Dusche, eine Toilette und eine Möglichkeit für die Essenszubereitung, gegebenenfalls als Gemeinschaftseinrichtungen, vor.

Laut Gödecke geht es bei den geplanten Arbeiten darum, die Bausubstanz zu erhalten – nicht darum eine Wohnung vorzuhalten, sondern einen Schlafplatz für die Obdachlosen. Die jetzigen Räumlichkeiten seien schon sehr verwohnt und würden ziemliche Schäden aufweisen. Rathaus-Chef Andreas Taebel betont, dass es eine menschenwürdige Unterbringung sei – wenn auch nicht mit dem Standard eines Ein-Sterne-Etablissements. Das sei auch nicht das Ziel, denn die Unterbringung sei jeweils übergangsweise gedacht. Genau dies sei womöglich in der jüngeren Vergangenheit zu lasch gehandhabt worden.

Inge Elvers, Vorsitzende der Fraktion „Pro Samtgemeinde Hankensbüttel“, ist ebenfalls auf dem Kenntnisstand, dass die Sanierung zwischenzeitlich noch nicht erfolgt war, weil die Unterkunft belegt war. Denn es sei tatsächlich die Frage, wo man die Bewohner in der Zeit der Sanierung unterbringen könne. CDU-Fraktionsvorsitzender Werner Rodewald verwies auf die oben aufgeführten Ausführungen der Verwaltung.  

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