Aber Abi-Ergebnisse am Gymnasium über die Jahre recht stabil

Noten in Hankensbüttel: Etwas schlechter als im Land

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Am Hankensbütteler Gymnasium sind die Durchschnittsnoten im Abitur relativ stabil: Sie sind im letzten Jahrzehnt aber auch etwas schlechter als im Landesschnitt.

Hankensbüttel – Zuletzt hatten Meldungen aufhorchen lassen, dass Niedersachsens Gymnasiasten bundesweit den schlechtesten Abiturnoten-Schnitt aufweisen. Zudem sollen auf Landesebene die Abinoten extremer werden, also in der Breite auseinanderdriften.

Wie sieht die Entwicklung vor Ort in Hankensbüttel aus? Das IK hat sich am Gymnasium umgehört und einen näheren Blick auf die Tendenz bei den erzielten Noten geworfen.

Der Notenschnitt am Gymnasium pendelte in den zehn Jahren zwischen 2009 und 2018 zwischen 2,6 (in 2009) und 2,73 (in 2017) – mit einer Ausnahme: 2016 war es sogar eine 2,44. Damit war die Durchschnittsnote in acht von zehn Jahren meist etwas schlechter als der Schnitt in Gifhorn, Braunschweig oder in Niedersachsen – oder lag sonst zumindest am oberen Ende der Skala. Von dem Ausnahmejahr 2016 abgesehen, ist der Abischnitt in Hankensbüttel ziemlich stabil.

Die Zahl der Schüler am Hankensbütteler Gymnasium, die das Abi nicht schafften, schwankt in dem ausgewählten Zeitraum zwischen drei (unter anderem in 2017) und elf (in 2010).

Oberstufenkoordinator Frank Voigt betont auf IK-Anfrage angesichts des relativ kleinen Datensatzes der Schule (es sind in der Regel gut 100 Schüler, die zur Abiprüfung zugelassen werden) denn auch, dass „das Gesamtergebnis erheblich verändert werden kann“. Und zwar insbesondere durch wenige exzellente Schüler – oder eben auch Schüler, die ganz knapp oder nicht bestehen. So seien auch die deutlichen Unterschiede in 2016 und 2017 zu erklären.

„Wir haben häufig herausragende Schülerinnen und Schüler“, sagt Voigt. Über die engen Kontakte zu den Ehemaligen erhalte die Schule die Rückmeldung, dass dort „eine gewissenhafte und ehrliche Studienvorbereitung“ erfolge. „Deshalb können Schülerinnen und Schüler unserer Schule überdurchschnittlich gut im Studium bestehen und müssen im Vergleich zu ihren Kommilitonen seltener ihr Studium abbrechen, da diese leider trotz erteiltem Abitur den Anforderungen in Wirklichkeit nicht gewachsen sind.“ In Hankensbüttel gebe es nach wie vor ein Abitur auf dem durch die Bildungsstandards geforderten Qualitätsniveau, so Voigt. Dies sei explizit zuletzt bei der Schulinspektion so formuliert worden.

Durch die geographische Lage sei man in der Pflicht, so der Oberstufenkoordinator, auch Schüler zum Abitur zu führen, die bei einer anderen Wohnortsituation eventuell einen anderen Bildungsweg, wie zum Beispiel ein Fachabitur, gewählt hätten. „Wir kommen dieser Verpflichtung durch ein besonders breites Wahlangebot und zahlreiche Unterstützungssysteme nach.“

VON PAUL GERLACH

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