Probebohrungen starten in wenigen Tagen / Klarheit bis Weihnachten

Ist da noch Öl bei Oerrel?

Ralf Kitscha (v.l.), Peter Wussow, Derek Mösche und Rainer Thies von der Dea führten die stellvertretende Dedelstorfer Bürgermeisterin Gisela Bührke und Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel (r.) über das Gelände.
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Ralf Kitscha (v.l.), Peter Wussow, Derek Mösche und Rainer Thies von der Dea führten die stellvertretende Dedelstorfer Bürgermeisterin Gisela Bührke und Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel (r.) über das Gelände.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Oerrel. Es ist eine Millionenwette auf das schwarze Gold: Das Öl- und Gasunternehmen Dea baut derzeit bei Oerrel, wie geplant, eine 32 Meter hohe Bohranlage für die beiden genehmigten Probebohrungen auf. Diese sollen noch vor Weihnachten abgeschlossen werden.

Dann steht fest, ob sich die Förderung lohnt. Rund eine Million Euro hat das Unternehmen bislang investiert: Wenn es im Dezember auf ausreichend Öl stoßen sollte, wird es letztendlich bis zur eigentlichen Förderung eine Summe im oberen einstelligen Millionenbereich investiert haben.

Dea-Sprecher Derek Mösche betont, dass das Unternehmen die Kritik der Grünen (das IK berichtete mehrfach) aufgegriffen habe: „Wir haben uns ganz besonders dem Thema Wasserschutz gewidmet.“ Der versiegelte und abgedichtete Bohrplatz liegt im Landschaftsschutzgebiet „Ostheide“ und in der Zone IIIb (und damit im Randbereich) des Wasserschutzgebietes „Schönewörde“.

Die Arbeiten werden laut Dea „auf höchstem Sicherheitsniveau“ ablaufen. Eine negative Beeinflussung des Grundwassers könne aufgrund der verwendeten Bohrtechnik ausgeschlossen werden. Die sichere, mehrfache Verrohrung und Zementierung stelle eine hydraulisch dichte Barriere dar. Nichts könne aus der Verrohrung nach außen dringen – und nichts hinein. Die Dichtigkeit der Rohre werde geprüft und überwacht, heißt es beim Unternehmen. Nagelneue Pipelines sollen für einen reibungslosen Transport sorgen, die Sicherheit der GFK-Rohrleitung sei durch eine extra dicke Wandstärke gegeben.

Sind die Probebohrungen erfolgreich, sollen die beiden Bohrungen von Januar bis März mittels einer Winde komplettiert werden. Die Obertage-Anlagen würden von März bis Mai aufgebaut, sodass die eigentliche Ölförderung im Juni beginnen würde.

Mit Fracking hat das Bohrvorhaben nichts zu tun. Der Sandstein im so genannten Gifhorner Trog ist so porös, dass er gar nicht erst geknackt werden muss.

Von Paul Gerlach

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