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Nietenauslosung als krönender Abschluss

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Christine Lutz (r.) gewann bei der Tombola einen Fernseher. Glücksbringer war Nico Schmidt mit Frank Schmidt am Mirko sowie das Team Birgit Peschel (l.) und Barbara Seebers.

Hankensbüttel. Adventsatmosphäre mochte nicht so recht aufkommen am Sonnabend auf dem Platz der Partnerschaften in Hankensbüttel. Zunächst einmal.

„Ein Weihnachtmarkt und –märchen zum Heulen“, schimpfte ein enttäuschter Meilenwanderer gar, der ein riesiges Getümmel erwartet hatte und der den Platz konsterniert wieder verließ. Das Blatt wendete sich jedoch am gestrigen Sonntag, wo der Weihnachtsmarkt sehr gut besucht war.

Der amtierende Nikolaus stapfte seine Runden hielt nach Kindern Ausschau. Es regnete und es war ungemütlich kühl. „Von diesen Wetter-Kapriolen haben sich viele abschrecken lassen“, war der Rotrock überzeugt. 14 Stände gehörten zur Marktmeile. Irritierte und nachdenkliche Mienen herrschten zum Teil an den weihnachtlich geschmückten Buden mit Lichtersternen und –ketten, Schneemännern oder Rentieren.

„Warum nur?“, fragten sich nicht nur die Aussteller, sondern auch die Besucher angesichts des spannungslosen Auftaktes, der nur schleppend in Gang kam. Durchhalten war angesagt. Beim Duft von frischen Waffeln, Glühwein und leckeren Spritzkuchen am Stand von Café Schmidt etwa. Bei Gunda Wolter florierte später das Geschäft, und am Stand des Cafés Gaumenschmaus aus Hannover liefen Feuerzangenbowle, der „Heißer Winterapfel“ und die Kaffeespezialitäten am Besten. „Wir sind oft beim Heidmärkerfest dabei, in Hankensbüttel ist alles viel persönlicher als in der Stadt“, brach das Team aus Hannover eine Lanze für den Luftkurort.

Als sich gegen 16 Uhr der Posaunenchor Hankensbüttel unter dem Weihnachtsbaum postierte, kam plötzlich Bewegung in die adventliche Runde und eine tolle Live-Atmosphäre. Mit den Blechbläsern um Thorsten Schöneweiß strömten die Zuhörer herbei. Mehr als 60 adventliche und weihnachtliche Lieder standen auf dem Programmzettel des Chorleiters, der mit seinen Blechbläsern die bekanntesten Weihnachtsklassiker intonierte – von „Alle Jahre wieder“ bis zu „Tochter Zion“. Fleißiger besucht waren plötzlich die Stände der Aussteller: Weihnachtsketten, Pilzkugel, selbst gegossene Kerzen, Filzarbeiten und Vogelfutterkörbe bot zum Beispiel die Hauptschule Hankensbüttel an. Schöne, stilvolle Arbeiten. Cornelia Betzinger und Anke Herz standen mit zwei Schülerinnen parat, um alles unter die Leute zu bringen.

Viel zu tun hatte derweil auch das Tombola-Team um Birgit Peschel und Barbara Seebers, die für den vom Gewerbeverein Hankensbüttel initiierten Weihnachtsmarkt die Gewinne verteilten. Denn Highlight des Gewerbevereins, dessen Fachgeschäfte neben dem adventlichen Stelldichein zum langen Sonnabend und zum verkaufsoffenen Sonntag traditionell eingeladen hatten, war die große Tombola. Ein absoluter Renner mit 2000 Gewinnen und natürlich dem Hauptgewinn. Überhaupt: Was wäre der Hankensbütteler Weihnachtsmarkt ohne diese Aktion? Wo Nieten gewinnen! Groß war die Schar der Besucher, die dieses Spektakel an beiden Tagen mit Spannung erwarteten.

Zum krönenden Abschluss wurden an beiden Tagen die Nieten verlost unter der Leitung von Frank Schmidt, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Gewerbevereins. Erste glückliche Gewinnerin eines LCD-Fernsehers war am Samstagabend Christine Lutz aus Hankensbüttel, deren Los von „Glücksfee“ Nico Schmidt gezogen wurde.

Von Jürgen Kayser

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