Köllner skizziert gute Ortsentwicklung

Neujahrsgespräch in Hankensbüttel: Start in ein Jahr mit vielen Jubiläen

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Hankensbüttels Bürgermeister Dirk Köllner sah die Gemeinde beim Neujahrsgespräch im Aufwind.

Hankensbüttel – Vertreter aus Politik und Gesellschaft sowie Bürger trafen sich am Samstagnachmittag im Gasthaus Zur Linde zum Hankensbütteler Neujahrsgespräch. Bürgermeister Dirk Köllner berichtete unter anderem von Maßnahmen des Wasserverbands im letzten Jahr.

Im Zuge dieser Arbeiten seien Straßen saniert sowie das Regenrückhaltebecken an der Uelzener Straße ausgebaut worden.

Weitere Maßnahmen, „im angemessenen Rahmen“, werden dieses Jahr folgen, sagte Köllner. „Hohe Summen“ werde man weiterhin für Straßensanierungen ausgeben müssen. Sehr gut laufe der Bauplatzverkauf. Im Windmühlenweg wurde der letzte Bauplatz verkauft, in Emmen sei die Hälfte der Plätze bereits vergeben. Auch in Altbauten gebe es keine Leerstände, Wohnungen im Ort seien Mangelware. „Das ist ein gutes Zeichen, dass in der Gemeinde sehr viel passiert“, meinte Köllner, und es widerspreche Prognosen, die einen massiven Einwohnerschwund vorhergesagt hatten.

Ein neues Baugebiet in Hankensbüttel sei in Planung, das neue Sportgelände für den HSV in Arbeit. Der Isenhagener See soll mit weiteren Maßnahmen für die nächsten 40 Jahre vor Verschlammung bewahrt werden, und die letzte Bushaltestelle wird in diesem Jahr umgebaut, kündigte Köllner an. Im Rahmen der Dorferneuerung sollten sich private Hauseigentümer überlegen, ob sie nicht ihren Besitz sanieren, denn es gibt Zuschüsse. Die finanzielle Lage sei „immer noch positiv“.

Bemängelt wurde von einem Bürger die „schlechte Anbindung“ an den ÖPNV. Dem widersprach der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Andreas Kuers. „Alle zwei Stunden fährt ein Zug von Wittingen nach Gifhorn, und bald kommt der Ein-Stunden-Takt.“

Holger Plieth als Leiter des Musikzugs kündigte drei Jubiläen an.

Musikzug-Leiter Holger Plieth wies auf kommende Jubiläen hin. So werde der Bühnenspielverein 100 Jahre, was am 11. September mit einem Kommers und im Oktober mit einem Theaterstück gefeiert werde. 60 Jahre spielen die Jagdhornbläser, die am 19. September feiern, und der Musikzug begeht sein 50-jähriges Bestehen vom 13. bis 15. März. Ulrich Willier von der Medienwerkstatt wies auf die Ausstellung über sechs Fluchtwellen seit dem Weltkrieg hin, die Ende Januar im Bürgerhaus eröffnet wird. Antje Krummel kündigte das 50-jährige Jubiläum des Schüleraustauschs mit Le Mesnil und das 35-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft an.

Über Himmelfahrt werden für bis zu 100 Gäste noch Gasteltern gesucht. Zudem stellte sich mit Jörn Kremeike der neue Pastor vor. Aline Henke, Chefin der Kunststoffverarbeitung, referierte über die 1973 von ihrem Vater gegründete Firma. Die hat derzeit 85 Mitarbeiter, für die Zukunft „in einem dynamischen Umfeld“ sah Henke „viele mögliche Szenarien“. Ganz wichtig sei vor allem das schnelle Internet, nicht nur für die Firmen, sondern auch für die Wohnqualität – nicht zuletzt, um weiterhin Auszubildende für den Ort zu begeistern.

VON BURKHARD OHSE

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