Intensive Beratungsgespräche in Sprakensehl / Vier Bewerber / Bürger informieren sich über neue Einkaufsstätte

Neugierig auf den neuen Dorfladen

Der Sprakensehler Henning Gerlach (Mitte) informiert sich über das Dorfladen-Konzept. Fotos: Manicke

Sprakensehl. Angenehm überrascht sind Günter Weiss vom CBM Institut und Hankensbüttels Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel: Das Interesse ist groß, dass in Sprakensehl ein Dorfladen eingerichtet wird. Sowohl bei den Dorfbewohner als auch potenziellen Betreibern.

Eine Immobilie ist bereits gefunden, und zwar an der Dorfstraße 3, direkt an der B 4 gelegen. Eine ideale Lage, wie nicht nur Günter Weiss findet.

An zwei Tagen hatte Institutsmitarbeiter Weiss in intensiven Gesprächen Perspektiven und Chancen im persönlichen Gespräch mit den Bewerbern aufgezeigt und auf Fördermöglichkeiten verwiesen. Aber auch viele Sprakensehler sowie Bokeler und Behrener schauten vorbei, um sich über die mögliche neue Einkaufsstätte zu informieren und sich schon einmal die Räumlichkeiten anzuschauen.

Tenor der Gespräche sei gewesen, dass man unbedingt eine Einkaufsstätte für den täglichen Bedarf in Sprakensehl brauche, unterstreicht Weiss im Gespräch mit dem IK, zumal das in Sprakensehl vorhandene Lebensmittelgeschäft auf der gegenüberliegenden Seite der B 4 im Juli geschlossen wurde. Auch der Rat der Gemeinde steht hinter dem Projekt. Es sei wichtig, dass Sprakensehl wieder ein Lebensmittelgeschäft bekommt, hatte Bürgermeisterin Christiane Fromhagen bei der Ratssitzung in Hagen unterstrichen (das IK berichtete).

Es gibt vier Interessierte, die den neuen Dorfladen betreiben möchten. Alle vier seien in der Lage das vom CBM Institut erarbeitete Konzept umzusetzen, ist Weiss überzeugt. Nun habe man die Qual der Wahl. Zum Konzept des Dorfladens gehört der Verkauf von täglichen Dingen des Bedarfs. Das Angebot soll rund 500 Artikel umfassen. Mehr brauche man nicht, macht Weiss deutlich.

Neben dem Verkaufsraum gibt es weitere Räume, die als Kommunikationsbereich eingerichtet werden sollen, wo man beispielsweise einen Kaffee trinken könnte. Angedacht ist auch ein Treffpunkt für Senioren oder andere Gruppen jeder Art, die einfach mal einen Klönschnack halten möchten.

Vor dem Gebäude, auch dafür ist genügend Platz, könnten Produkte aus der Region angeboten werden, beispielsweise Kartoffeln, Eier oder Honig sowie Äpfel, um nur einige zu nennen. Das wäre ein weiteres Standbein über den reinen Versorgungsladen hinaus. Auch der Durchgangsverkehr, insbesondere Lkw-Fahrer, würden das Angebot des Dorfladens nutzen, ist Weiss überzeugt. Die Lage sei ideal, denn direkt vor der Haustür, und das auch noch auf der richtigen Seite, gebe es einen großen Parkplatz. Mit dem Besitzer sei bereits vereinbart worden, dass dort geparkt werden dürfe.

Mit der Umsetzung des Konzeptes soll schon im nächsten Monat begonnen werden, so dass der Dorfladen so schnell wie möglich eingerichtet werden kann. Beim Stellen von Förderanträgen helfen das CBM Institut und die Samtgemeinde Hankensbüttel, versprechen Günter Weiss und Andreas Taebel. Auch beim Einkauf, dem Sortiment und den Lieferanten leistet das Institut Hilfestellungen, gibt Empfehlungen ab.

Hausbesitzer Sieghard Karfeld steht nach Auskunft von Weiss „Gewehr bei Fuß“, um die Räume zu renovieren. Die Einrichtung der Räumlichkeiten (rund 110 Quadratmeter) ist dann Sache der Betreiber des Dorfladens.

Und dass sich solch ein Dorfladen durchaus rechnen kann, geht aus den Untersuchungen des CBM Instituts hervor. Die waren angestellt worden im Rahmen des Projektes Dorfversorgungsservice, der im Bereich der Samtgemeinde Hankensbüttel umgesetzt werden soll. Es geht darum, Menschen mit den Dingen des täglichen Bedarfs zu beliefern.

Von Walter Manicke

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