Am Hankensbütteler Gymnasium und im Hagen werden Kästen aufgehängt

Neues Zuhause für die Fledermäuse

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Einsatz zum Schutz der Fledermäuse: Lehrerin Ines Maretzke (v.l.), Schulleiterin Cornelia Röhrkasten, die beiden Waldpädagoginnen Katrin Blumenbach und Ulrike Witte-Spohr (zusätzlich auch Fledermausbotschafterin) sowie die Schüler aus der Mat.-Nat.-AG. Zwei der von ihnen gebauten Fledermauskästen werden auf dem Schulgelände aufgehängt, die restlichen Behausungen im Waldgebiet Hagen. Foto: Gerlach

Hankensbüttel – Das Hankensbütteler Gymnasium soll eine fledermausfreundliche Schule werden: Zwei der Fledermauskästen, die die zehn Schüler aus dem sechsten Jahrgang in der Mat. -Nat.

-AG von Lehrerin Ines Maretzke am Mittwoch gebaut haben, wurden auf dem Schulgelände aufgehängt. Die restlichen acht Kästen werden in Absprache mit den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) im Waldgebiet Hagen positioniert.

Die beiden Waldpädagoginnen Katrin Blumenbach und Ulrike Witte-Spohr – letztere ist zusätzlich auch Fledermausbotschafterin – waren am Mittwoch im Gymnasium zu Gast. Im Auftrag des Waldpädagogikzentrums Ostheide der NLF erläuterten sie Benny, Greta, Annika, Emily, Johannes, Willi, Luis, Ole, Leon und Nina, wie man die streng geschützten, teils bedrohten Fledermäuse schützen kann. Denn deren Lebensräume sind laut Witte-Spohr von Umweltgiften und Umweltzerstörung betroffen. Zudem gebe es nicht mehr so viele Bäume mit Höhlen oder Astlöchern als Niststätten für die Tiere. Auch die Wohnhäuser der Menschen als potenzielle Quartiere würden „hermetisch abgedichtet“, so die Expertin. Das Insektensterben verschärfe diese Situation noch dazu.

Schulleiterin Cornelia Röhrkasten bekam von den beiden Waldpädagoginnen eine Urkunde überreicht, die der NABU Niedersachsen als Dank und Anerkennung für besonderes Engagement im Fledermausschutz verleiht. Das Zertifikat wird an der Wand im A-Gebäude aufgehängt. „Es hat Spaß gemacht, die Kästen zu bauen“, betonten die Schüler unisono. Sie benannten die neuen Häuser für die Tiere sehr kreativ: Fledermaus Elias Gustaf und ihre Freunde können also bald einziehen.

Gefördert wird das Fledermausprojekt, für das Blumenbach und Witte-Spohr einige Schulen in der hiesigen Region besuchen, von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und mit Mitteln der Bingo-Umweltstiftung. Zudem kommt Unterstützung durch den NABU. Insgesamt werden dabei 200 Fledermauskästen gebaut.

VON PAUL GERLACH

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