Alte Häuser am Ostpreußenweg werden saniert / Besitzer investiert zwei Millionen Euro

Neues Viertel für Hankensbüttel

Schon weit fortgeschritten ist die Sanierung des ersten Häuserblocks am Ostpreußenweg. Das Haus erhält eine Außendämmung und ein neues Dach, so dass Energie gespart werden kann. Fotos: Manicke

Hankensbüttel. Das so genannte Ostpreußenviertel in Hankensbüttel genießt nicht gerade den besten Ruf. Die elf Häuserblocks, gebaut in den 60er Jahren für Soldatenfamilien der Bundeswehr, versprühen nicht einmal mehr den Charme der damaligen Zeit.

Die Wohnungen entsprechen nicht dem heutigen Standard, auch nicht im Hinblick aufs Energiesparen.

Nun tut sich etwas in dem Viertel. Franz Börger hat die Häuser gekauft und hat inzwischen mit der Sanierung der ersten beiden Häuserblocks begonnen. Rund zwei Millionen Euro wird die Sanierung aller Häuser mit den insgesamt 56 Wohnungen nach Angaben des Investors kosten. Ob diese Summe aber ausreicht, kann Börger noch nicht sagen, denn bei den Sanierungsarbeiten gebe es immer wieder Überraschungen, erklärt er im IK-Gespräch Hankensbüttels Bürgermeister Martin Rausch ist zufrieden, dass das Viertel saniert und nicht dem Verfall preisgegeben wird. Es ist nicht das erste Projekt von Börger, der hat bereits in Brandenburg mehr als 100 Wohnungen saniert, wie Martin Rausch bei einem Ortstermin erzählt.

„Es entsteht ein neues Wohnviertel, sehr zur Freude der Gemeinde“, ist der Bürgermeister überzeugt. Es sei gut für Hankensbüttel, dass in dem Viertel qualitativ guter Wohnraum geschaffen werde. Und Ratsherr Knut Conrad, der sich ebenfalls über die Sanierungsarbeiten informierte, ist davon überzeugt, dass der gute Ruf des Viertel wieder hergestellt werden kann.

Die Häuser werden von Grund auf saniert. Sie erhalten eine neue Außenfassade, neue Dächer, neue Fenster und die Wohnungen werden ebenfalls komplett saniert. So werden neue Bäder eingebaut und es werden, wo noch nicht vorhanden, neue Heizungen installiert. So weit wie möglich werden Handwerker aus der Region an den Sanierungsarbeiten beteiligt, versichert Börger. Er geht davon aus, dass die Sanierung des ersten Hauses im September abgeschlossen sein wird.

Nach und nach soll die Sanierung der weiteren Häuser in Angriff genommen werden. Investor Börger möchte pro Jahr zwei bis drei Blocks umbauen und geht davon aus, dass die Sanierung aller Blocks drei bis vier Jahre dauern wird.

Aber nicht nur die Häuser werden auf Vordermann gebracht, das gilt auch für die Außenanlagen. So ist geplant einen kleinen Spielplatz zu bauen, Pkw-Stellplätze anzulegen und zwei Garagen zu bauen. Und wenn Mieter Interesse haben, können sie einen kleinen Garten haben und beackern.

Dass das Ortsbild, wenn man aus Richtung Celle kommt, aufgewertet wird, macht den Bürgermeister sehr zufrieden. Die Gemeinde unterstützt die Pläne von Investor Börger und wird das Projekt, wo es möglich ist, positiv begleiten, verspricht Rausch. Aber auch die Gemeinde selbst wird wohl gefordert sein, dann einige Bürgersteige an den Straßen des Viertels sind noch nicht gepflastert.

Von Walter Manicke

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