Große Pläne für Verbindung zum Isenhagener See, Waldbad und Spielplatz

Neues Gewand für den Amtsweg in Hankensbüttel

Auf dem Amtsweg soll es künftig nicht mehr Asphalt auf fünf Metern Breite geben, sondern Betonsteinpflaster auf drei Meter Breite.
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Auf dem Amtsweg soll es künftig nicht mehr Asphalt auf fünf Metern Breite geben, sondern Betonsteinpflaster auf drei Meter Breite.

Hankensbüttel – Der Amtsweg in Hankensbüttel ist seit Jahren in keinem guten Zustand, immer wieder musste der Bauhof zum Reparieren ausrücken (das IK berichtete). Die Zeit für Flickwerk soll nun vorbei sein.

Die Gemeinde will es wissen und einen Förderantrag über die Dorfentwicklung stellen. Für die Neugestaltung der wichtigen Verbindung Richtung Isenhagener See, Waldbad und Spielplatz Kinderglück würden im Falle einer Förderzusage eine bedeutende Summe in die Hand genommen werden – laut der Kostenschätzung rund 869 200 Euro.

Von der Einmündung des Wiesenweges ausgehend soll gemäß des Konzeptes des Planungsbüros die Straße auf 600 Metern Länge angefasst werden – entlang der vorgesehenen Erweiterungsfläche des Otter-Zentrums bis zum Vorplatz des Waldbades. Anstelle der bisher fünf Meter breiten Versiegelung mit Asphalt ist weitgehend eine drei Meter breite Befestigung mit Betonsteinpflaster (daneben beidseitig 50 Zentimeter Schotterrasen als Bankett) vorgesehen, nur auf Höhe der Wohnbebauung sollen es 4,5 Meter sein. Insgesamt ein deutlicher Rückbau der Verkehrsfläche. Womöglich könnte ein Geogitter wegen des Untergrundes notwendig werden.

Der Amtsweg soll neugestaltet werden – von der Einmündung des Wiesenweges bis zum Vorplatz des Waldbades. Er ist die Zuwegung zum Waldbad sowie zum Spielplatz Kinderglück und wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen dem Ortskern und dem Isenhagener See als Naherholungsraum.

Das Befahren mit privaten Fahrzeugen ist – mit Ausnahme von Fahrzeugen der Waldbad-Mitarbeiter und von körperlich eingeschränkten Personen – zukünftig lediglich bis auf Höhe des Spielplatzes vorgesehen. Die Anbindung der Ententreppe mit ihren Sitzstufen am Isenhagener See ist geplant.

Bau nicht vor 2022

Für das Großprojekt würden bei einer 53-prozentigen Förderung knapp 460 700 Euro an Fördermitteln fließen. Die Restsumme von 408 500 Euro würden sich die Gemeinde mit 364 800 Euro und die Samtgemeinde mit 43 700 Euro aufteilen.

„Die Samtgemeinde unterschreibt für den Vorplatz des Waldbades“, wusste Hankensbüttels Bürgermeister Dirk Köllner im Verkehrsausschuss der Gemeinde zu berichten. Der Platz ist ebenfalls Teil der Planung (siehe Infokasten). Von der Samtgemeinde werde eine schriftliche Erklärung benötigt, dass sie den Vorplatz der Gemeinde für die öffentliche Nutzung zur Verfügung stellt, erläuterte Planer Volker Warnecke.

Der Experte betonte den umfassenden Ansatz des Konzeptes. Dieser werde sich auch im Förderantrag wiederfinden. „Da müssen wir überzeugen“, betonte Warnecke. Mit einem Straßenraum-Vorhaben wie dem Amtsweg sei dies nicht mehr so einfach, ist ihm klar. Er erinnerte an einige bekanntlich bereits abgelehnte Anträge in der Samtgemeinde. Es sei definitiv zu wenig Geld im Fördertopf. Wie hoch die Mittel im nächsten Jahr sein werden, wisse er nicht. Gefühlt seien aktuell nicht mehr so viele Anträge im Wettbewerb wie vorher, sodass die Chancen steigen.

Gebaut werden wird laut Warnecke nicht vor 2022, da der Zuwendungsbescheid erst im Mai 2021 eintreffen würde und die Planung dann voraussichtlich im Sommer 2021 abgeschlossen werde. „Wir sollten die Förderung beantragen, jetzt gibt es eventuell noch Fördergeld“, sagte Warnecke. Bürgermeister Köllner stimmte ihm zu, man solle es auf alle Fälle versuchen. „Wir müssten die Straße sonst ohnehin anfassen.“ Die Kosten dafür ohne Förderung seien nicht viel weniger, aber das Ergebnis sei dann weitaus weniger hübsch anzusehen. „Wer weiß, wann es wieder Fördermittel gibt?“, stellte Köllner als Frage in den Raum. Es sei fahrlässig, wenn die Kommune es nicht probiere.

Der Verkehrsausschuss empfahl am Donnerstagabend einstimmig an den Rat, dass bis zum Stichtag 15. Oktober beim Amt für regionale Landesentwicklung ein Förderantrag gestellt werden soll. Die erforderlichen Haushaltsmittel sollen im Haushaltsplan 2021 vorgesehen werden. VON PAUL GERLACH

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